Conrad Türsts Iatro-mathematisches Gesundheitsbüchlein für den Berner Schultheissen Rudolf von Erlach / mit Erläuterungen herausgegeben von Alfred Schmid.
- Türst, Conrad, -1503.
- Date:
- 1947
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Credit: Conrad Türsts Iatro-mathematisches Gesundheitsbüchlein für den Berner Schultheissen Rudolf von Erlach / mit Erläuterungen herausgegeben von Alfred Schmid. Source: Wellcome Collection.
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![der rechten sytten des blattes vindest aber» usw. Diese Kalendertafeln, total also für jeden Monat vier, nehmen den Raum bis fol. 40r ein. Es folgt auf Blatt 40v die Mondtafel, beginnend mit dem Jahre 1482 (siehe Abbildung S. 45), zwei entsprechende für 1501 und 1520 nehmen fol. 41r und 41v ein, der erläuternde Text zu diesen Mond-Tafeln ist verteilt auf Blatt 40v, 42r und 42v, er ist an der entsprechenden Stelle der wörtlichen Kalenderwiedergabe eingefügt (S. 32). Blatt 42r und 44r enthalten je eine «gemeine tafel», der Text dazu steht auf Blatt 42v, 44r und 44v, das Blatt 42v wird im übrigen von der nicht wiedergegebenen Oster-, Pfingst- und Adventtafel für die Jahre 1482-—1500 eingenommen. Aus dem Kalendarium seien als auffällig noch die Bezeichnungen der jetzt September, Oktober und November benannten Monate hervor¬ gehoben, sie heißen bei Türst «der erst, der ander, der tritt herbstmanot». Wie ein Vergleich mit anderen Kalendern des ausgehenden 15. Jahrhun¬ derts erweist, war diese Zählart damals ziemlich verbreitet. Besonder» in Augsburger Drucken ist sie von Heitz und Häbler (1905) nachge¬ wiesen, so in je einem Kalender von Günther Zainer für 1472, von Johann Schüßler für 1472 und einer Ulmer Ausgabe Johann Zainers für 1474. Kalender etwas jüngeren Datums, wie der von Michel Greyff in Reutlingen für 1478 und 1485 (Häbler, 1905/06, S. 351) und ein Augs¬ burger Druck von Johann Schönsperger für 1497 zählen nur noch zwei Herbstmonate; fast gleichzeitig mit Türst sind aber in Blaubirers Buch¬ kalender vom Jahre 1481 noch drei Herbstmonate numeriert (R. E. Jun- kelmann, 1920, S. 74—78). Auf Blatt 44v beginnt ein neues Kapitel mit der Ueberschrift «Von der aderlassung der ander teyl dis kalenders». Zunächst werden die Indi¬ kationen zum Aderlaß besprochen (45r) und des weiteren von der Be¬ deutung der Planeten für die Wahl des Aderlaßtages berichtet. Auf Blatt 46r folgt der auf S. 49 abgebildete Laßmann mit den Hinweisen auf die für den Aderlaß in Frage kommenden Stellen und ihre besondere Eig¬ nung, worüber fol. 46v—49r Einzelheiten bringen. Quelle ist nach Türsts eigener Angabe und wie die Erläuterungen von A. Schmid beweisen Avi- cenna, Liber canonis primus fen quarta, XX. Cap. Bei Avicenna nicht vermerkt sind indessen die Warnungen vor der ungünstigen Wirkung des Aderlasses im Zeichen bestimmter Sternbilder. Sie erklären sich aus der auf S. 16 beschriebenen Zuordnung der einzelnen Körperregionen zu den Zeichen des Tierkreises. Mit Blatt 49r beginnt der 3. Teil des Kalenders «von der natur der zwölff Zeichen und [was] in yedem gut anzuheben ist oder zu lassenn».](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b31364330_0016.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)