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Credit: Die Angeborenen Herzkrankheiten. Source: Wellcome Collection.
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![Im extrauterinen Leben sind am normal gebildeten Herzen die mit (einfacher) Endocarditis des linken Herzens vergesellschafteten Entzün- dungen der rechtsseitigen Ostien fast noch einmal so häufig, als die auf das rechte Herz allein beschränkten Endocarditiden. Therapie der angeborenen Herzkrankheiten. Literatur. Dittmer, Vorschlag zur Heilung der Oyanosis neonatorum. Hufeland und Osann's Journal für die praktische Heilkunde. 1826, XI. Stück, S. 104.— Meigs, Sur la cyanose des noveau-nes et sur le traitement de eette affection. Comptes rendus de l’Aeademie des Sciences. XX, 1845, pag. 1733. — Preiss, Eine Cyanose durch die Natur geheilt. Wochen- schrift der gesammten Heilkunde, herausgegeben von Casper. Berlin, Jahrgang 1837, S.294. — Köhler Keinh., Handbuch der speciellen Therapie. Tübingen 1867, Bd. I., 3. Aufl., S. 487. — Rauehfuss, 1. S. 14 c., S. 97, 153. — Sansom (1. S. 17 c., pag. 257). — Depaul, Cas de cyanose ckez un enfant, ayant pour cause un maillot trop serre. Journal des sages-femmes. 1880, VIII, pag. 177. — [Norton for] Rayner, On a pe- culiar form of eyanosis affecting a number of newly born children under his observation. The Lancet. Vol. I for 1886, pag. 401. — Simon Jules, Observation et autopsied’un cas de cyanose de Tenfant, traitement de la cyanose. L’Union medicale. 1891, 3. ser., T. LI, pag. 48. — Kovaes J., Ueber die Wirkung von Oxygen-Inhalationen bei der Cyanose. [Ungarisch]. Orvosi hetilap. 1896, Mai. Die Behandlung der angeborenen Herzkrankheiten, soweit sie aus- gesprochene Beschwerden und schwerere Folgezustände mit sich bringen, deckt sich im Wesentlichen mit derjenigen der (chronischen) Herzkrank- heiten überhaupt und als oberster Grundsatz wird das »[G] ßXäxcsiv« gelten müssen bei Vermeidung aller eingreifenden Massnahmen. Nur eine frühere Zeit hat von theoretischen, nicht einmal ganz richtigen Erwägungen ausgehend, den Versuch gemacht, einzelne Formen von angeborenen Missbildungen des Herzens direct zu behandeln. So Dittmer, der die Kinder 2—3 Tage im Schlafe störte, durch spärliche Nahrung zum Schreien veranlasste, um die Lungengefässe zur Erweiterung und den entlasteten Ductus arteriosus zur Contraction zu bringen (siehe übrigens oben S. 158). In fünf Fällen soll auch das Verfahren günstig- gewirkt haben, was bei etwaiger Atelektase der Lungen wohl denkbar ist. In ähnlicherWeise legte später Meigs zur Beschleunigung des Ver- schlusses des Foramen ovale das Kind auf die rechte Seite bei hoher Lagerung von Kopf und Stamm. Die Klappe sollte dadurch in eine horizontale Lage kommen und durch das Blut des linken Vorhofs nieder- gedrückt werden. In 50—60 (!) von 100 Fällen soll die Methode Erfolg, oft in ganz eclatanter Weise, gehabt haben. In jetziger Zeit, da man die unmittelbaren Folgen eines offenen Ductus arteriosus oder Foramen ovale für den Kreislauf nicht gerade hoch anschlägt, wird man von solchen gewaltsamen Curen absehen und](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28036992_0233.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)