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Credit: Die Angeborenen Herzkrankheiten. Source: Wellcome Collection.
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![die Yalvula venosa dextra erreicht und diese in den hinteren Abschnitt der Yalvula venae cavae [inferioris, Eustachii] und in die Yalvula sinus coronarii [Thebesii] zerlegt. Den vorderen Abschnitt der Yalvula Eustachii liefert die eben erwähnte Leiste. Auf diese Weise werden die früher ver- einten Mündungen der Vena cava inferior und Vena cava superior sinistra (Sinus coronarius) von einander geschieden. Aehnlich wie rechts der Sinus venosus in den Vorhof einbezogen wird, erfolgt beim Menschen linkerseits die Vergrösserung des Vorhofs auf Kosten der als spaltförmige Oeffnung links knapp neben Septum primum mündenden (ursprünglich einfachen) Yena pulmonalis und ihrer Aeste, die nach und nach in die Wand des Vorhofs einbezogen werden. (Siehe hiezu die schematische Figur sammt Erklärung bei Preisz, Ziegler’s Beiträge. Bd. VII, S. 265). Der betreffende Wandabschnitt bleibt, gerade wie rechts der aus dem Sinus venosus hervorgegangene Theil, durch das Pehlen der Musculi pectinati gekennzeichnet. Die Atrioventricularklappen, wenigstens die medialen, gehen nach Bernays von wulstförmigen Endocardverdickungen an den Ostien aus; am linken Ostium sind es zwei, am rechten drei. Die Unterfläche der Endocardvorsprünge tritt in Verbindung mit den Muskelbalken der Kammer, welche allmälig auf die Endocardvorsprünge der Klappe über- greifen, so dass der dem Vorhof zugewandte Theil bindegewebig, der gegen den Ventrikel gerichtete musculüs ist. Die innersten Trabekeln ordnen sich zu Bündeln und werden zu Papillarmuskeln, von denen zu- nächst noch Chordae museulares zur zugehörigen Klappe gehen. Mit dem weiteren Wachsthum der Klappe wird diese dünner, die musculösen Chorden werden ebenfalls verdünnt, in die Länge gezogen und zu sehnigen Chordae tendineae umgewandelt. Die lateralen Klappen ent- stehen nach Eöse ausschliesslich durch Differenzirung aus der früheren Kammerwand, sind also rein musculösen Ursprungs und wandeln sich später bindegewebig um. Die sogenannten Albini’sclaen Knötchen an den Zipfelklappen des Neu- geborenen erklärt Bernays für Reste der primären Klappenanlage (siehe unter Anderen v. Dusch, in Gerhardt’s Handbuch der Kinderkrankheiten, Bd. IV, Abtheilung 1, S. 330). Die Semilunarklappen gehen, nach Trennung der Arterienrohre, aus Endothelkissen hervor; zunächst sind es zwei, zu denen noch ein drittes kommt, in der Pulmonalis vorn, in der Aorta an der Hinterseite gelegen. Die Wülste legen sich aneinander, werden allmälig von dem der Peripherie zugewandten Ende her ausgehöhlt und zu dickwandigen, erst später dünnwandigen, Klappen umgestaltet. Für das Arteriensystem, insbesondere soweit für unsere Zwecke die Aortenbogen und die Arterien des Halses und Kopfes in Betracht](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28036992_0020.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)