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Credit: Die Angeborenen Herzkrankheiten. Source: Wellcome Collection.
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![hof kommendes Septum intermedium von oben her das Ventrikelseptum, sein Septum inferius, theilweise ergänzen. Die Herausbildung der beiden Ostia venosa aus dem als be- sonderer Herztheil nach und nach eingehenden, aber keineswegs in den Ventrikel sich einstülpenden Ohrcanal (S. 2) vollzieht sich in der Art, dass in seinem Innern an der oberen und unteren Wand je ein stumpfer und breiter Kamm sich bildet, der nicht die ganze Lichtung der quer- gestellten Oeffnung einnimmt, sondern an den Seiten eine Rinne freilässt, wodurch das Lumen die Gestalt J—j erhält (Fig. 8). Diese »Endocard- kissen« (Lindes’ Atrioventrieularlippen, F. T. Schmidt’s Endothel- kissen) tragen rechts und links je einen Endoeardhöcker, deren es also vier, zwei obere und zwei untere, gibt. Die Endocardkissen wachsen zu- sammen und es bleiben, nach Eingehen der queren Lichtung, an den Seiten zwei hohe schmale Communicationsöffnungen, das Foramen atrio- ventriculare (Ostium venosum) dextrum und sinistrum, von welchen das erstere dem Septum ventriculorum dicht anliegt, das linke, wie früher geschildert, durch den Conus arteriosus der Aorta vom Septum getrennt bleibt (Fig. 9). Die Vorhofsmündung des Ohrcanals, bisher nur der linken Vorhofshälfte angehörend, kommt durch Verschiebung des Canals nach rechts mit ihrer Mitte auf die Ebene des Septum primum, welches mit den Endocardkissen verschmilzt (Fig. 5 und 6), wodurch die Ver- bindung jedes Ostiums mit der gleichseitigen Vorhofshälfte vollständig wird. In ähnlicher Weise ist durch die oben erwähnte Aufrichtung der Vorhöfe die Kammermündung des Ohrcanals vom Seitenrand des linken Ventrikels gegen die Mitte des Herzens gerückt, der früher nur der linken Herzhälfte ungehörige Canal (Fig. 8) tritt mit seinem rechten Ab- schnitte nunmehr auch in Verbindung mit der rechten Herzhälfte (Fig. 9). Die wesentlichen Veränderungen der Vorhöfe betreffen, ausser solchen der äusseren Form, die Einbeziehung des Sinushornes in den rechten und des Lungenvenenstammes in den linken Vorhof. Zu der Zeit, in welcher das Septum secundum auftritt, münden in das rechte Sinushorn die Vena cava superior dextra et sinistra (die Ductus Cuvieri) und an der hinteren Wand die Vena cava superior. Das rechte Sinus- horn geht allmälig im rechten Vorhof auf, das linke Sinushorn wird zum Sinus coronarius und schliesslich münden alle drei Venen (sammt den Herzvenen) in den rechten Vorhof. Die Vena cava superior sinistra ver- kümmert zur Vena obliqua atrii sinistri [Marshalli] oder zum blossen Ligamentum venae cavae sinistrae. Das Spatium intersepto-valvulare geht ein, indem oben das Septum spurium mit der medialen Vorhofswand, unten die Valvula venosa sinistra mit dem Septum atriorum verlüthet. Zwischen Vena cava inferior und superior sinistra wächst eine horizontale Leiste hervor, welche, nach rechts hin zu einer Platte sich verdickend,](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28036992_0019.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)