Ein Versuch über das Alterthum der indischen Medicin : nebst einer Einleitungs-Vorlesung zu einem Cursus der Materia medica und Therapie im King's College / von J.F. Royle ; aus dem Englischen übertragen von J. Wallach ; mit einer Einleitung und mit Zusätzen versehen von C.F. Heusinger.
- Royle, J. Forbes (John Forbes), 1798-1858.
- Date:
- 1839
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Credit: Ein Versuch über das Alterthum der indischen Medicin : nebst einer Einleitungs-Vorlesung zu einem Cursus der Materia medica und Therapie im King's College / von J.F. Royle ; aus dem Englischen übertragen von J. Wallach ; mit einer Einleitung und mit Zusätzen versehen von C.F. Heusinger. Source: Wellcome Collection.
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![wahrscheinlich nach der Beschreibung des Dioscorides I. C. 132. Dass es Acacia Catechu nicht seyn könne, wie Garcias ab Orto glaubte, und neuerlich v. Schubert so be- stimmt angiebt, hat schon Sprengel gezeigt. In Dioscoridem II. p. 405. Die axaxcthg des Dioskorides ist nach Sprengel (I. c. p. 396) und Dietz (Elench. Mat. med. Ibn Beitharis p. 33) Tamarix orientalis, was wahrscheinlicher ist, als die Deu- tung des Verf. S. 32. Dass der griechische Name der Lupinen, einer alten Culturpflanze, ■i^iQ/.tog (Theophrast, Dioscorides u. s. w.) aus dem ladischen tormos stammt, ist ein neuer Bei- trag für die Herkunft so vieler Culturpflanzen aus Asien. (_So stammt z. B. der Name Reis aus dem Sanskrit, zu- nächst freilich aus dem Arabischen Aruz (jj^) (im Por- (ugiesischen heist er noch Arros), dieses ist aber offenbar aus gleicher Wurzel mit dem Griechischen oqv^ov bei Theo- phrast und Aristoteles, oQvCa bei Dioscorides, Arros im Koptischen, Ereisi im Tamulischen, deren Verwandtschaft mit dem Sanskritischen Vrihi (9JTT^) nicht zu verken- nen ist). Cannabis sativa und iudica (Gandscha (TT3TH sanskr. Kanubarab., Kau ob arm., xavvaßig, Hamp, Hemp) wie es scheint in einem grossen Theile Asiens einheimisch, nach Herodot von Skyten und Thrakern schon gebaut, dient im ganzen Orient, besonders in Egypten zur Bereitung des berauschenden Haschisch und der Fröhlichkeitspillen, die lezteren schon bei alten Sanskritschriftstellern vorkom- mend (^^TJ^Tf ^Rt Gandschakini). Der Gebrauch dieser Fröhlichkeitspillen oder des Haschisch muss übrigens auch zu Galens Zeit üblich gewesen sein, denn derselbe sagt vom Hanf: oiiwg d'ovv xal tovzo xivtg ead-lovatv cpQVTtovzeg aiia xolg ulloig TQayfyaoiv. ovo/tä^ai dqXovmi iQayr^iavu tu TCEQi ro Shtzvov iad'iö/.icva z/;g ini ti[i nivuv rfiovifi avexu. IleQl XQoyüv dvvctftiv A. Id. Ed. Kühn. Vol. VI. p. 550. (Es ist also wohl xQayr^ia nicht so schlechtweg mit Nachtisch zu übersezen? [Kühn in Blankardi lex. m. II. p. 1485] und die Ableitung von TQioyo), oder tgayog [Kraus Lexic. p. 631] vom Knuppern auch nicht so erwiesen.).](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21005722_0216.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)