Prostatahypertrophie und Bottinische Operation : experimentelle, topographische und chirurgisch-technische Studien über das Verhalten der hypertrophischen Prostata bei endovesikaler und endourethraler Behandlung mit starren Instrumenten / von Felix Schlagintweit.
- Schlagintweit, Felix, 1868-1950.
- Date:
- 1902
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Credit: Prostatahypertrophie und Bottinische Operation : experimentelle, topographische und chirurgisch-technische Studien über das Verhalten der hypertrophischen Prostata bei endovesikaler und endourethraler Behandlung mit starren Instrumenten / von Felix Schlagintweit. Source: Wellcome Collection.
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![unter anderem die vorherige Cystoskoi)ie als eine conditio sine qua non zu verlangen (Stockmann^°, de la Harpe-Burckhardti«). AVenn Bottini selbst z. Z. (1901) nach de la Harpe im Gegen- satz zu früher vorzugsweise vordere und seitliche Incisionen macht, so beweist ein solches beständiges Tasten der Technik, dafs es trotz der i 28 Jahre, welche seit der ersten Operation verstrichen sind, noch '] keine „typische alterprobte Technik“ giebt. Im Gegenteil: Es | scheint mir der bisher im Durchschnitt Geübten an der genü- f geuden topographisch-anatomischen und mechanischen Begründung f zu mangeln. So hören wir von Alexander^ und im gleichen Sinne von Harrison^^. — Chirurgen, welche diese Operation I machen, brauchten eine besondere Kenntnis von dem, was? das wirkliche Wesen der Prostatahypertrophie im ana-■ tomischen und pathologischen Sinne ist. Nicht alle Fälle| seien gleich, — in der That, nicht zwei Fälle seien gleich. Es sei) ein gut Ding gewesen, dem Fortschritt zu huldigen und Neuheiten^ zu versuchen, aber es sei ein Unglück gewesen, dafs wir unserem Enthusiasmus (über die B.-O.) gestattet haben, unser wissenschaft- liches Urteil zu durchkreuzen. BisselU geht, was auch von anderer Seite schon geschah, so weit, die Operation unwissen- schaftlich und unchirurgisch zu neunen. B.oth'^^ findet, dafs für die Fälle mit sehr grofsen und in Form und Kichtung aufsergewöhn- lichen Prostatatumoreu das Instrumentarium noch lange nicht der Vollkommenheit nahe steht. Thomson, Wossidlo, König, Kümmell nennen die Operation ein Arbeiten im Dunkeln. V. Frisch^^ sagt: ,,Ganz unmöglich war es mir leider auch, aus den in der Litteratur von anderer Seite publizierten Fällen irgend welche Anhaltspunkte für die Ursachen des Fehlschlagens der Operation zu gewinnen. Hat der Schnitt die gewünschte Länge erreicht oder hat man so weit als notwendig eiugeschnitten, ist eine oft wiederkehrende Bemerkung, nirgends aber, auch bei Bottini nicht, finden sich bestimmte Angaben über die in den einzelnen Fällen erforderliche, gewifs vielen Schwankungen unterliegende, Länge des Schnittes.“ An anderer Stelle beklagt sich v. Frisch^® über die „Unverläfslichkeit der Operation“. Bis in die allerneueste Zeit begegnen wir derselben Unfrucht- barkeit der Kasuistik in den technischen Details; — ja, die weuigca Schlüsse, welche sich gerade die beschäftigtsten Oj^erateure mit zu- nehmender Erfahrung über ihre Technik in dem einen oder an- deren Einzelfall erlauben, verwandeln sich vor einer genauen ana-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22384704_0008.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)