Charakteristik mehrerer Grössentheils neuer Tänien / von Prof. Dr. C. Wedl.
- Wedl, Carl, 1815-1891.
- Date:
- [1856]
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Credit: Charakteristik mehrerer Grössentheils neuer Tänien / von Prof. Dr. C. Wedl. Source: Wellcome Collection.
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![[7] sichtbar. Der Penis zeichnet sich durch seine Länge aus, indem er beinahe bis an die entgegengesetzte Seite des Gliedes reicht und, soweit es die zu untersuchende Stelle erlaubte, ein Unimarginalis ist. In seinem eingezogenen Zustande erscheint entlang seiner Lichtung und gegen dieselbe gerichtet eine Menge von feinen Stacheln (s. Fig. 2 «, «), welche in Gestalt eines fein getüpfelten Canals in der Penisscheide {b, h) zusammengedrängt sind. Betrachtet man die Ränder und das Centralende des benannten Canals näher, jo erscheinen die ersteren zart gekerbt von den Basaltheilen der nacl\ innen gekehrten Stacheln (s. Fig. o6,^). ln dem Centrum des Penis wird man die Lichtung seines Canals geVahr (s. Fig. 3 a). Mit seiner Scheide (s. Fig. 3 d, d) steht der Penis an seinem Central- ende durch ein Bändchen (fremdum) in Verbindung (s. Fig. 3 c, c). Bei der Hervorstülpung des Penis ist es wohl nur denkbar, dass dieselbe durch eine auf einander folgende von seinem Centralende nach aussen hin fortrückende Reihe von Contractionen zu Stande komme, wobei die nach innen gekehrten Stacheln eine Rotation nach aussen erfahren, und so an der äusseren Oberfläche zu Tage kommen ^s, Fig. 2 d, d). Das Ovarium erscheint in Form von abgeschlossenen Bälgen; die enge Vagina liegt hinter dem Penis; ausgebildete Eier wurden nicht beobachtet. 2. Taenia pyritormis (nov. spec.). Rudolphi (s. dessen Historia nat. entoz. II, 2, pag. 208) hat eine Taenia als T. Ralli bezeichnet, von der er selbst sagt, dass sie ihm eine eigene Species zu sein scheint, so weit er dies aus den vorgefundenenBruchstücken beurtheilen konnte. Seine unvolikominene Beschreibung ist auch in seiner Synopsis (S. 173) nicht ergänzt. Die Bezeichnung caput siibrotimdum inerme^ stimmt nicht mit meiner als T. pyriformis bezeichneten Art überein, so dass ich wohl voraus- setzen muss, dass die von mir im Dünndarm von Gallinula crex gefundene Strobila (im Sinne von Beneden’s) einer neuen Taenia angehöre. Der Kopf ist verhäitnissmässig gross und durch seine bimförmige Gestalt ausgezeichnet; daher die Benennung. Sein knopfförmiger Rüssel ist nach vorne abgeplattet und mit 12 — 14 Paaren in Doppel-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24918696_0007.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)