Ergebnisse und Studien aus der medicinischen Klinik zu Bonn / von Dr. Moritz Ernst Adolph Naumann.
- Naumann, Moritz Ernst Adolph.
- Date:
- 1858-60
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Credit: Ergebnisse und Studien aus der medicinischen Klinik zu Bonn / von Dr. Moritz Ernst Adolph Naumann. Source: Wellcome Collection.
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![das Kali ferro-tartaricum (Tartarus ferruginosus) oder das wein- steinsaure Eisenoxydkali noch vorgezogen zu werden. Ich halte dieses auflcisliche, Ieicht verdauliche Mittel fur eines der wichtm- sten EisenprSparate, besonders 'auch aus dem Grunde, weil es d^e Darmausleerungen fast gar nicht anlnilt, und selbst die Harnab- sonderung direct zu befordern scheint. Aus diesem Grunde ver- triigt sich der Eisenweinstein selbst mil einem ziemlich aufgereg- ten Zustande des Gefasssyslemes. Man liisst cine halbe oder ganze Drachme dieses trefflichen Eisensalzes in einer Unze eines aroma- tischen Wassers autlosen, und giebt davon zweistilndlich 15 bis 20 Tropfen. In alien Perioden der Krankheit habe ich das Kali ferro-tartaricum, nicht sellen mit grossem Erfolge, verordnet, ob- gleich ich gern zugcbe, dass es an intensiver Wirksamkeit das sehvs efelsaurc Eisen nicht erreicht. Um so mehr ist es aber geeig- net, den Gebrauch dieses letztern einzuleiten. ) ) Des Jodeisens (Ferr um jo datum saccharatum) habe ich aus deni Grunde seltner mich bedient, weil es Ieicht, selbst in miissigen Galten angewendet, die Schleimhaut desMagens in einen gcreizten Zustand zu versetzen scheint. — Dieses Bedenken findet bei dem fealzsauren Eisen, vorztlglich bei dem Ferrum muriaticum oxydu- latum (Protochloruretum fern) allerdings weniger stall, das indes- sen doch auf die Dauer nicht so gut vertragen wird, auch in un- serm Falle eine geringere Wirksamkeit besitzen durftc als das schwefelsaure Eisen. Indessen kann dasselbe bisweilen mit Vor- thed einige Zeit gegeben werden, um den zu anhaltenden Gebrauch des letztern zu unterbrechen. Fur em vorztlgliches PrSparat halte ich denEisensalmiak oder das Ferrum muriaticum ammoniatum (Chlorureium ferroso-ammonia- r?) ’das namentlich in denjenigen Fallen wo Expectorantianicht ent- hehrt werden konnen, zweckmassig mit dem Salmiak sich verbinden lasst, und gerade dann alien iibrigen Eisenpraparaten zunachst rgezogen zu werden verdient. Man setzt dasselbe zuerst in klei- nen Gaben dem Salmiak zu, steigt allmalig mit den letztern, und giebt e endhch aHem; wobei jedoch zu rathen ist, denEisensalmiak icht zu lange fortzusetzen, ihn auch nicht in zu starken Dosen zu g n sondern denselben gegen das schwefelsaure Eisen zu ver- umschen. miH,1’35 nm]'m su,l1,mr'c'm ist dasjenige PrBparat, .lessen ich a am Mufigsten bediene, und von welchem ich his jetzt die IViumann, Lrgebuisse. „ J 26](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24907042_0437.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)