Beiträge zur Physiologie der Darmbewegung / von Otto Nasse.
- Nasse, Otto, 1839-1903.
- Date:
- 1866
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Credit: Beiträge zur Physiologie der Darmbewegung / von Otto Nasse. Source: Wellcome Collection.
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![den Stoffes gleichzeitig mit lieftigen Bewegungen (Krämpfen, Tetanus) des Thieres Darmbewegungen auf, so kann man, Avenn nicht besonders starke Zerrungen der Eingeweide stattfinden, die übrigens durch eine passende Tjagerung des Thieres stets vermieden werden können und müssen, meiner Ansicht nacli, welche sich auf die mitgetheilten Beobachtungen stützt, sclion von vornherein mit fast absoluter Sicherheit auf eine gleich- zeitige Erregung der Darmwandganglien schliessen. — Ebenso wenig wie Strychninkrämpfe haben andere Convulsionen, sie mögen hervorgerufen werden durch was es sei, jemals einen direct fördernden oder hindernden Einfluss auf die Darmbewe- gungen, worauf bereits von Betz ^) hingewiesen ist. Es ist ja auch bekannt aus der Physiologie der Darmnerven, dass von keiner Stelle des Gehirns oder Rückenmarks, die Ursprünge des Vagus ausgenommen, Bewegungen des Darmcanals von einiger Stärke erzeugt Averden können. 11. Im Anschluss an die bis dahin besprochenen giftigen Stoffe wollen wir endlich noch den Einfluss der Kohlensäure auf das Bewegungsorgan des Darmcanals kurz in Betrachtung ziehen, über welchen von den Autoren ganz widersprechende Ansichten ausgesprochen worden sind. So behauptet Brown- Sequard ^), dass die Kohlensäure die Peristaltik anrege, wäh- rend Schiffin demselben Jahre jeden Einfluss^ derselben leugnet. Ebenso berichtet Betz , dass bei Thieren, die durch Strangulation getödtet werden, auch nach dem Tode die Dann- bewegungen sehr träg sind. Eine ähnliche ]3eobachtung ist, um dies beiläufig zu erwähnen von Kehker^; gemacht worden. A. Krause^) meldet, dass er von Injectionen von Kohlensäure 1) A. o. a. O. 2) Gazette medicale de Paris. 1851. p. 045. 3) A. o. a. O. 4^ A. o. a. O 5) A. o. a. O.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22286007_0074.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)