Ueber das Becken der Saurier, eine vergleichend-anatomische Abhandlung : zur Erlangung der Magister-Würde verfasst und mit Genehmigung einer hochverordneten physico-mathematischen Facultät der Kaiserlichen Universität zu Dorpat öffentlich vertheidigt / von Constantin Gorski.
- Gorski, Constantin.
- Date:
- 1852
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Credit: Ueber das Becken der Saurier, eine vergleichend-anatomische Abhandlung : zur Erlangung der Magister-Würde verfasst und mit Genehmigung einer hochverordneten physico-mathematischen Facultät der Kaiserlichen Universität zu Dorpat öffentlich vertheidigt / von Constantin Gorski. Source: Wellcome Collection.
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![(II) ist meist schmal, flach, länglich, und verläuft, mit der Wirbelsäule einen spitzen Winkel bildend, von hinten nach vorn abwärts. Sein hinterer Theil heftet sich an die Ouerfortsätze des Kreuzbeines (I), das hier auch meist durch zwei, selten drei]) unter ein- ander verwachsene Wirbel vertreten wird; sein vorderer Theil verbindet sich mit den beiden folgenden Knochen in der Gelenkpfanne; schickt aber noch vor dieser Vereinigung von seinem oberen Rande einen kleinen Fortsatz aus, den ich für den unteren, vorderen Darmbeinstachel (L, Spina ilium anterior inferior) ansehe. Das Schambein (III; gew. Sitzbein) ist viel breiter; es steigt von der Pfanne nach unten, hinten und innen, geht in einen ähnlichen Fortsatz (B) wie beim Krokodil aus, und vereinigt sich mit dem gleichnamigen der anderen Seite in der Mittellinie zu einer Schambeinfuge (gew. Sitzbeinfuge), an deren hinteren Rand sich ein, meist knorpliger, spatenförmig ausgebrei- teter und nach hinten gerichteter Fortsatz (G) ansetzt1 2). — Das Hüft-Schambein, os iliopectineum (IV, gew. Schambein, ospubis)3 dessen äussere Fläche convex, die innere concav ist, verläuft, anfangs breit, dann immer schmäler werdend, von der Pfanne nach vorn, innen und hinten gegen die Mittellinie, wo es sich entweder durch einen breiten Rand (bei den Monitoren), oder nur durch die äusserste, vordere Spitze mit dem ent- sprechenden der anderen Seite zu einer Symphyse vereinigt. Ungefähr in der Mitte dieses Knochens geht sein äusserer Rand in einen nach vorn und unten gerichteten Fortsatz aus, den ich Processus ossis iliopectinei (J) nenne. Nach hinten von diesem Fortsatze ist der Knochen an seiner Wurzel von einem, zum Durchtritte der Gefässe und Nerven bestimmten Loche durchbohrt. Durch die beiden genannten Symphysen entsteht eine breite Oeffnung, die nach vorn durch die Ossa iliopectineaj nach hinten durch die Schambeine begrenzt, und entwe- der durch einen, vom vorderen Rande der Schambeinfuge nach vorn verlaufenden, knorp* ligen, schmalen Fortsatz (H) , oder durch ein, dieselbe Lage einnehmendes Ligament in zwei Hälften, aber nicht vollständig, getheilt wird. Diese Oeffnung (gew. das Hüftloch, Foramen obturatorium genannt), glaube ich mit Rücksicht auf ihre herzähnliche Form, die schon am Becken der Krokodile, wo die Ossa iliopectinea sich nicht unmittelbar zu einer Symphyse vereinigen, zu erkennen ist, mit dem Namen Foramen cordi- forme bezeichnen zu können. 1) Nach Cu vier nur bei Stellio vulgaris Daud., Scincus ocellatus Daud. und Bipes lineatus Lacep. ('s. Legons d'Anatomie comparee. Seconde edit. Paris. 1835 — 45. T. 1. p. 221. 2) Die Herren Spring und Lacordaire nennen diesen Fortsatz Os cloacal, weil er, vermittelst eines eigenthümlichen Muskels, der jederseits von ihm entspringt und dessen hinterer Rand mit denM. sphinvter cloacae verwächst, sich an dem Schliessen und Oeffnen der Cloake wesentlich betheiligt. (S. Notes sur quelques points de rOrganisation du Phrgnosoma Harlanii etc. Bulletin de Vacad. de Bruxelles. Extrait du Tom IX. 1842. Nr. 8. Pag. 9. Fig. 2, a. Es möge hier bemerkt werden, dass sich dieser Muskel nach meinen Untersuchungen bei Podinema und Monitor ebenfalls findet (s. Taf. II. Fig. 3 u. 4. — n). Er ist hier kurz, dick und verläuft vom genannten Fortsatze zum Ligamentum ischiadicum, mit welchem seine Sehne verschmilzt.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22290254_0010.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)