Volume 1
Handbuch der medicinisch-pharmaceutischen Botanik / Nach den natürlichen familien des gewächsreiches bearb. von Dr. Th. Fr. Ludw. Nees v. Esenbeck und Dr. Carl Heinrich Ebermaier.
- Nees von Esenbeck, Theodor Friedrich Ludwig.
- Date:
- 1830-1832
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Credit: Handbuch der medicinisch-pharmaceutischen Botanik / Nach den natürlichen familien des gewächsreiches bearb. von Dr. Th. Fr. Ludw. Nees v. Esenbeck und Dr. Carl Heinrich Ebermaier. Source: Wellcome Collection.
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![EINLEITUNG. §. 1. Die Pflanzen oder Gewächse bilden eine grofse Ahthei- hing in dem Reiche der belebten organischen Wesen. Als solche sind sie mit dem Vermögen begabt, sich selbststän- dig Ton innen heraus zu gestalten, sich eine Zeit lan«- auf eigentlülmiiche Weise gegen die Aufsenwelt zu behauptej] und ein Wesen derselben Ai-t herTorzubriugen. * Ton den Thieren, welche die zweite und höhere Ab- thellung der organischen Natur bilden, unterscheiden sich die Pflanzen nur dann deutlich, wenn wir uns ron der tief- sten Stufe des organischen Lebens, wo die beiden Reiche des animalischen und des vegetabilischen Lebens, gleichsam meinander verschmolzen sind, entfernen und vollhommene Pflanzen mit vollkommenen Thieren vergleichen. Der characteristische Unterschied der Pflanzen von den Thieren liegt im Allgemeinen in dem geringeren Con- sensus, d i. ia dem Mangel einer vollständigen Einigung (Gememleben) der einzelnen Theile zu einem orgam? sehen Individuum; daher man den gröfsten Theii der Pflanzen fuglich als Aggregate von Individuen betrachten kann. Em zweites unterscheidendes Merkmal He-t darin dafs die Pflanzen, an den sie nährenden Boden geheftet' der freien wdlkührlichen Bewegung, die das Thier charactc' nsu't, beraubt sind, wodurch die in jeder Hinsicht grüfsereAb hangigkeit von der äufsern Natur begründet wird. Wenn auch unvollkommene Thiere an einem Boden festsitzen so ziehen sie doch aus diesem keine Nahi-un-^ - '](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21461582_0001_0013.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)