Dr. Karl Stammler's Geschichte der Forschungen über den Geburtsmechanismus von der ersten Zeit bis zur Mitte des sechszehnten Jahrhunderts, fortgesetzt bis zur Mitte des siebenzehnten Jahrhunderts / von Gustav Knoes.
- Knoes, Gustav.
- Date:
- 1854
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Credit: Dr. Karl Stammler's Geschichte der Forschungen über den Geburtsmechanismus von der ersten Zeit bis zur Mitte des sechszehnten Jahrhunderts, fortgesetzt bis zur Mitte des siebenzehnten Jahrhunderts / von Gustav Knoes. Source: Wellcome Collection.
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![wickelt sich im Eie getrennt von dem mütterlichen Körper. Der menschliche Fötus ist nicht als eine Fortsetzung des mensch- lichen Uterus zu betrachten, sondern er ist demselben blos an- gefügt; es laufen keine Nerven von der Mutter zum Kinde. Jedes Kind hat ein Herz, welches selbstständig schlägt, wie er diess an Thierembryonen bei geöffneter Brust wahrnahm. Drückt man die Nabelschnurgefässe zusammen, so schlagen die Gefässe fort im Fötus, während sie in der Lederhaut zu schlagen aufhören. Die Kinder reifen oft längere Zeit vor der Geburt, ohne abzu- sterben. Der Fötus kann im Leibe der Mutter nach dem Tode derselben einige Zeit fortleben. Der Fötus stirbt in der Mutter, während diese leben bleibt. Sind Mutter und Kind lodt, so kann die Geburt nicht geschehen. Es sind lebende Kinder von der todten Mutter ausgeschnitten worden. Zu frühgeborne Kinder können leben bleiben. Vagilus ulerinus kommt vor. §. 383. Die Selbstständigkeit des Kindes wird auch in der Abhandlung nachgewiesen: „D. Danielis Wincleri animad- versiones in tractatum qui inscribitur: Diss. de vita foetus in utero.“ Selbstständigkeit des Fötus. Jenae 1630. 4. §. 384. Wir übergehen hier den Johann de Wale (Wa- la eus), Professor zu Leyden, welcher nichts Geburtshülfliches schrieb, aber zur Aufnahme der Kreislaufslehre des Harvey beitrug. Siehe dessen: „Disp. medica, quam pro circulatione san- guinis Harvejan aproposuit. Amstelod. 1640.4.“— „Epistolaeduae de motu chyli et sanguinis ad Th. Bartholinum. Lugd. 1641.8.“ und öfter. [„Exiinii prelii ad naturam ubique.“ Haller.] — „Demo- tu sanguinis epistola secunda.“ In Mag me t’s Bibliothek und Wa- 1 aeus Opp. omn. London 1660.8. Ha 11 er Biblioth. anal. I. 383. Thomas Bartholin. Schrieb zuerst 1641. Anatomia, ex Gas paris Bartholin! parentis institutionibus, oraniumque recentioruin et propriis observalionibus locupleta. Leyden 1641. 8. Secun- dum locupleta. Leyden 1645. 8. Deutsch von Simon Pauli, Kopenhagen 1648. 8. Französisch von Abraham de Prat, Paris 1646.8. Italienisch: von Hostilius Contalgenus. Florenz 1651. 12. Tertium reformata. Ley- den 1651. 8. Haag 1655. 8. Ibid. 1660. 8. Ibid. 1663. 8. Ibid. 1666. 8. Leyden und Kotterdam 1669. 8. Holländisch: von T ho mas S t r a far t. Leyden 1653 8. Haag 1658. 8. Leyden 1660.8. Englisch : London 1668. f'ol. Quartum reno- xata. Leyden 1673. 8. Lyon 1677. 8. Ibid. 1684. 8. Leyden 1686. 8. Deutsch : von Nicolaus Wallner. Nürnberg 1677. 8. Von seinen vielen verschiedenen Kchrilten führen wir noch an: Thomae Bartholini de insolitis partus humani viis dissertatio nova. Accedunl CI. 5 Johannis Veslingi equilis e puüitie Aegyptiorum et aliae eiusdem observationes anatomicae et epistolae medicae posthumae. Hal'niae 1664. 8. §. 385. In den verschiedenen Ausgaben der Anatomie des I ho mas Bartholin sind die Entdeckungen der entsprechenden](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22382963_0077.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)