Pharmakognosie des Pflanzenreiches / von F.A. Flückiger.
- Flückiger, Friedrich A. (Friedrich August), 1828-1894.
- Date:
- 1881-1883
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Credit: Pharmakognosie des Pflanzenreiches / von F.A. Flückiger. Source: Wellcome Collection.
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![System erschweren das Sammeln und Trocknen der Wurzel so sehr, dass ihr hoher Preis begreiflich ist. A. und C. de CANDOLLK ') führen zwar 197 Arten Smilax auf, wovon ' 105 America angehören; wenn man aber bedenkt, wie ausserordentlich das j Aussehen z. B. der Smilax aspera wechselt-), so ist es begreiflich, dass die | Kenntniss dieser Pflanzen, besonders auch derjenigen, welche die Sarsaparill- wurzel liefern, noch recht unbefriedigend geblieben ist; nur in Betreff der ] folgenden Arten sind wir etwas besser unterrichtet. 1) Smilax offieinalis HUMBOLDT, BONPLAND et KUNTH wurde 1805 von ] HUMBOLDT am Magdalenenstrom in Columbia, ungefähr 7° N. Breite ge- j troffen und 1822 von KUNTH beschrieben. Der stachelige vierkantige Stengel klimmt 15m hoch, die lederigen Blätter sind herzförmig bis oval oder fast j dreieckig, fünfnervig, bis 0.30m lang.1 2 3) Aus derselben Gegend, aus dem Gebiete des Patia-Flusses im Südwesten Neu-Granadas und aus Costa Rica jj hatte hanbuky4 *) die gleiche Pflanze erhalten und ferner wird Sm. offlcinalis j auf Jamaica cultivirt. 2) Smilax medica SCHLECHTENDAL et CHAMISSO entdeckte SCHIEDE 1829 ] bei Tuxpan, Mizantla, Papantla, Nautla, am Ostabhange der mexicanischen Cordilleren über Yera-Cruz. Der Stamm ist stark hin- und hergebogen, nicht entschieden kantig, nur an den Austrittsstellen der Blätter mit rück-1 wärts gebogenen Stacheln versehen, die Blätter aus breit herzförmigem j Grunde nur kurz bespitzt, übrigens in ihren Umrissen sehr wechselnd/) 1 kleiner als hei Sm. offlcinalis. Eine zweite ostmexicanische Smilaxart, welche von einem französischen I Militärapotheker6) bei Orizaba getroffen wurde, soll sich durch herzförmige I Blätter und den kantigen Stamm unterscheiden, dessen Stacheln nur ausnahms- l weise zurückgekrümmt sind. Smilax syphilitica H. B. et K. am Cassiquiare und Rio negro soll i nach pöppig7) unweit Ega am oberen Amazonas (Solimoes), in ungefähr^ 3° S. Breite und 66° W. Länge von Greenwich, Sarsaparilla liefern, was 1) Monograpliiae Phanerogamarum I (1878) 6. 2) EX.ÜCKJGEH, in buchneu’s Repertorium für Pliavmae. XXV J876 456. 3) Das in einem der Warmhäuser des Gartens von Kew höchst üppig gedeihende Exemplar der Smilax offieinalis gibt einen sehr guten Begriff von dieser stattlichen PHan/.e; es ist cter Abbildung von bentley and tuimen, Medicinal Plants 289 18.9) zu Grunde gelegt. Schon 1867 habe ich dasselbe als sehr kraftvolle Pflanze befj wundert; sie muss viel älter sein, als benti.ky und tu.men annehmen. Dass sie der humboi.dt’schcn Sm. offieinalis entspreche, ist insofern lucht über alle Zweitel erhaben, als man sie in Kew nicht zur Bliitlic gebracht hat. 4) Pliarmacograpliia 704. 5) Abbildungen: nees von KSENBECIv S Plautac meclieinales, Suppl. Tab. benti.ey and tKIMEN, 1. c. 290. Smilax medica wurde 1850 im Heidelberger Garten Thomas, Journ. de Pharm. V (1867) 259. thomas erklärt diese Art für Smilax Sarsaparilla L. ... , , T„i ic-)7 7) Heise in Chile, Peru und auf dem Amazonenstrome wahrend der Jahre 18 |1 bis 1832. II (1836) 459.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2810867x_0322.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)