Untersuchungen über die Entwickelungsgeschichte der Fische : nebst einem Anhange über die Schwimmblase / von Karl Ernst von Baer.
- Baer, Karl Ernst von, 1792-1876.
- Date:
- 1835
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Credit: Untersuchungen über die Entwickelungsgeschichte der Fische : nebst einem Anhange über die Schwimmblase / von Karl Ernst von Baer. Source: Wellcome Collection.
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![diese Region ohne Entleerung des Dotters mik einiger Genauigkeit zu sehen. Doch glaube ich behaupten zu können, dass noch kein Unterkiefer von einiger Selbstständigkeit da ist. Die Grundlage desselben, der entsprechende Theil der Bauchplatte, kann freilich nicht! fehlen. Auch, der Kiemenwtllst■ hat noch sehr' wenig Selbstständigkeit. ■•II -;. i. Dagegen ist ! schon; >die Trennung des animalischen und vegetativen Blattes am vordem Ende des Leibes sehr auffallend und so die Bildung des Herzens eingeleitet *). — Dass das Hirn näher zusammen- gerückt ist, zeigt der geringer gewordene Abstand dies Ohrs vom: Augej Diej vierte Hirnhöhle erscheint jetzt weit geöffnet und fast ganz ohne Decke, obgleich früher nach langsamer Erhärtung durch verdünnten Weingeist auch hier eine dünne Decke sichtbar schien, lehnmuss, daher glauben, dass in den Fischen eben so wie ich beim Vogel beobachtet habe**), bei der Sonderung des Markblättes von seiner Hülle die zarte Bedeckung der 'vierten Hirnhöhle, die ursprünglich ohne Markkügelchen sein, oder nur wenige ent- halten mag, sich von, der Hirnmasse sondert. Auch die dritte Hirnhöhle ( d. h. der Raum vor dem Vierhügel) reisst auf, was in der nächstfolgenden Form deutlicher! «wird. Das Ganze hat merklich an Läfige gewonnen. Der Embryo macht von Zeit zu Zeit plötzlich Krümmungen, als ob er von electrischen Schlägen getroffen würde. —- Die äussere Eihaut muss dünner oder weicher geworden sein, denn sie ist leichter zu zerreissen als früher. )i tesote §. 8. Der Embryo streckt sich grade aus. noj9)rbi;(i.':s.! . <■■'. • , ,v>j - . Schon vor der Mitte des dritten Tages gewinnt der Embryo rasch ein sehr verschiedenes Ansehn, besonders scheint er ah Länge zuzunehmen, indem er theils, sich grafe streckt, theils aber >virklich in seinem hintern Ende schnell wächst. Freilich liegt er nicht grad.e im, ]$ie, sondern ist daselbst stark gekrümmt und macht lebhafte und mannigfaltige Bewegungen, sobald .man id^s Ei berührt. Von seiner Hülle befreit liegt er eher ausgeStreckt und ruht, wenn er nicht berührt wird, wie betäubt. i nnr) ,-ir: min . ->d nuh . ni : ,n . ; .r.'bii.- i.s oA-mai'-A* ■ <u >t> urtnQ -i Nehmen wir einen Embryo, dessen Schwanz 1/4 von seiner Gesammtlänge beträgt, als Repräsentanten dieser Bildungsstufe, so ist der Embryo weniger als zwei Linien lang und hat eine Form, die zwischen unserer Fig. 15 und Fig. ^6 in der Mitte steht. Mit dem Gradestrecken des Rückgrats ist ein gleichzeitig rasch fortschreitendes' Zusahimehfücken der tftriifheile verbunden und beide'Vorgänge zugleich sind es, welche so auffallend das aüssere Arisehh‘des Embryo Verändern. Der Schwanz zeigt doch noch eine geringe Krümmung nach tititen. Die Krümmung des Kopfes ist bei verschiedenen Individuen, die übrigens auf derselben Bildungsstufe zu'stehen Scheinen, sehr merklich verschieden. Doch ist das Züsämmenrücken der Kopftheile und daS damit‘Verbundene zunehmende Einknicken der einzelnen Hirn-Abschnitte immer sehr auffallend. Das rasche Vorwärtsrücken des Ohrs, welches jetzt nicht bloss als heller Kreis, von der Seite gesehen, kenntlich wird, sondern auch Wirklich vorragt, beweist den bedeutenden Betrag dieses Zusammen- rückens. Im Innern des Ohres sieht man die Steinchen in Form von zwei kleinen Pünktchen entstehen. Das Auge, welches bisher völlig ungefärbt war, fängt an, eine leichte Trübung in der Iris und einen Einschnitt am untern Rande derselben, von der nach Innen gehenden Faltung, zu zeigen. Die Nasengrübchen sieht man zuweilen ungemein schwach angedeutet. *) Vergl. zur Entwickelungsgeschichte der Thiere. Beobachtung und Reflexion Bd. I S. 28. **) Eben das. S. 75. ' 3](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22289173_0023.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)