Anleitung zur Hebammenkunst / Verfasst von Franz Johann Moschner.
- Moschner, Franz Johann.
- Date:
- 1849
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Credit: Anleitung zur Hebammenkunst / Verfasst von Franz Johann Moschner. Source: Wellcome Collection.
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![tfamiflenaufgup, worin efivaS 6al$ aufgetöft roorDen ift. $)aburd> roirb ber sJÖ?aftbarm gereift, unb tiefe SReijung übergebt aud) auf tk naf)e ©ebärmutter, bie ftd? bann $ufammen$iet)t, unb baburd? ben 23littfhij? jum (Stitlftanbe bringt. 3n beiben galten gibt man eine volle !Bojt$, b. §. man gibt einem (Erroacbfenen eine Volte große, unb einem Jvinbe eine volle Heine tftyftierfprifce, unD trenn nad) einiger 3C^/ &• 23- in einer (Stunbe bie StxaxiU nod? leinen (5tul)l befommen fottte, fo fann man h)r fogar nod) ein jroeiteö unb britteg ftfyfKet geben. 3n anbern gälten roirb nur eine Heine Portion von ber glüffigfeit jum tfltyftier genommen, $. 33. nur ber brüte £t)eit ber Sprite bannt gefüllt. 3Dieß gefcbiefyt bann, wenn ba£ ffltyftier längere 3^* *m Körper verbleiben muß, bamit eS bic geroünfcbte Söirfung äußere; alfo 3. bei *]Jerfonen, bie an ^Durchfällen leiben, um fte $u ftopfen. 3u folgen gälten tväbtt man fd?leimid)te gtüffigfeiten, §. 33. eine bicftid?e &hxU* auftöfung, @erftenfd)teim mit einem (Sibotter. 4. £ann ein £ran* ler wegen irgenb einer £ranft)eit im 'Scblunbe ober in ber £uftröt)re nid)t fc^lingen, fo bereitet man it)tn ein £lt;ftier aus nabrljaften (Sachen, atö j. 33. au3 fdjfetmtdjter 9unbfuppe mit einem (£ibot* ter u. f. ro., 5. roemt ber Äranfe an Krämpfen leibet, fo befömmt er £lv,ftiere von einem Hamiden*, Stauten* unb 33atbrianaufgufje, rooju man einige tropfen §irfcbt)orngeift jumifebt. 6. 2Bitt man einen ftarfen ©olbaberblutftuj? füllen, fo gebraucht man eine füt)le, $ufammen}ief)enbe gtüffigfeit. 2lu$ bem angeführten ift alfo leidet $u entnehmen, ba$ ber Slrjt, ber ben Traufen betjanbelt, jebe$ Wlal fetbft beftimme, roa£ für ein ßltyftier berfelbe befommen fott, ober ba$ er e$ au3 ber Slpotfjefe vertreibe, unb ba$ manchmal ein einiges tffyftier f)tn^ reiche, manches 9M aber mehrere gegeben roerben muffen. §. 740. 5Me Hebamme muf bie junt tftyftier beftimmte 2lbfodjung burd) ein Seimvanbläppcben burd?feifyen, bamit bie hülfen, Bleien u. f. ro. jurücfbteiben, unb baS ^öljrdjen nid)t verftopfen. 2)ann taffe fte biefelbe geborig ausfüllen, unb britige fte in bie Sprite entroeber fo, bafj fte baö <Spri£röi)rcben in fte Ijinemftecft, unb ben ©tämpel biö jur erforderlichen ^>öt)e empor$tet)t, ober fo, ba$ fte ben «Stämpel ganj herausnimmt, unb nad;bem fte bie untere 31*](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21012532_0499.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)