Allgemeine und specielle Balneotherapie : mit Berücksichtigung der Klimatotherapie.
- Grube, Karl.
- Date:
- 1897
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Credit: Allgemeine und specielle Balneotherapie : mit Berücksichtigung der Klimatotherapie. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![intensiver zu sein als bei letzterem. Frey fand*), dass die Tempe- ratur im Rectum beim Dampfbad auf 39 ^ C, beim Luftbad dagegen nie über 38 ^ C. stieg. Nach dem heissen Bade wird dem Körper durch vermehrte Ver- dunstung nel Wärme entzogen, dazu kommt bei heissen Dampf- und Luftbädern noch Wärmeentziehuno; durch Schweissbildune,-. a. Einfluss auf Blutkreislauf und Atmung. Das kalte Bad bedingt eine anfangs stärkere, nach und nach abnehmende Kontraktion der Hautgefässe, sowie eine Aenderung der Blutverteilung [Schüller^), Winternitz^)], da durch die Kontraktion der Gefässe einer Kcu'pergegend kompensatorisch eine Erweiterung der Gefässe in andern Körpertheilen bewirkt wird. Als weitere Folge der Zusammenziehung der Hautgefässe im kalten Bade tritt eine Steigerung des Blutdrucks im ganzen Arteriensystem und eine Verstärkung und Verlangsamung der Herzthätigkeit und des Pulses ein*). Auch hier gilt, dass der Effekt um so grösser, je mehr sich die Temperatur vom Indiflferenzpimkt entfernt. Die Atemfrecjuenz soll nach einigen Autoren im kalten Bade zu-, nach andern abnehmen. Hier spielen gewiss individuelle Unter- schiede eine Rolle, dagegen sprechen alle Beobachtungen für eine Zu- nahme der iVtemgrösse°) entweder durch Vertiefung der Atemzüge bei gleichbleibender oder selbst abnehmender Frequenz oder durch Steigerung der Frequenz und Tiefe. Die Aenderung der Frequenz ist reflektorisch und zurückzuführen auf den Reiz der sensiblen Hautnerven durch die Kälte; die Zunahme der Atemgrösse ist bedingt durch vermehrte Kohlensäureausscheidung. AVinternitz^), dessen Versuche deshalb besonders wertvoll sind, weil sie am Menschen und nicht, wie die Mehrzahl der übrigen, am Tiere ausgeführt wurden, äussert sich über die Beeinflussung der Respiration durch Kälte folgendermassen: „Verschieden ist der Ein- tluss auf die Respiration. Doch ist dieser kein ganz regelmässiger. Im Allgemeinen lässt sich Folgendes aussprechen: Wenn die Kälte- cinwirkung energisch und lange dauernd ist und zu einer grossen Be- ruhigung der lierzaktion führt, pflegten gewöhnlich anfangs die Respi- rationsbewegungen an Tiefe zu gewinnen, an Frequenz jedocli abzu- \) ,,Studien über die Wirkung der heissen Luft- und Dampfbäder.'* Arcli. f. Psych. XI. 1. 1880. S. 226. 2) ,,Experimcntalstudien über die Veränderungen der Gehirngefässe unter dem Einfluss äusserer Wasserapplication. Deutsch. Arfli. f. kliii. Med. I'xl. iV. :■>) a. a. 0. S. 11 ;^ u. (T. 4) .Jacob, ,,Ueber Steuerung des Herzens durch Süsswasser- und Kohlen- säure-Bäder. Vf-röfTentl. der Clesellsch. f. Ifeilkdc. in Berlin. XI. Baln. Scctidii. 1884. S. :i . y) Leichtenslern, a. a. 0. S. 205,](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21220517_0023.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)