Der hohe Steinschnitt seit seinem Ursprunge bis zu seiner jetzigen Ausbildung / dargestellt von Gustav Biedermann Günther.
- Günther, Gustav Biedermann, 1801-1866.
- Date:
- 1851
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Credit: Der hohe Steinschnitt seit seinem Ursprunge bis zu seiner jetzigen Ausbildung / dargestellt von Gustav Biedermann Günther. Source: Wellcome Collection.
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![nach dem Lesen dieser Zeilen mit mehr Zuversicht Hand an diese Ope- ration legen. Und wird sie erst mehr geilbt, dann \vird sie auch mein beliebt wer- den. Denn bei kleinen und nicht eingesackten Steinen und bei ausdehnbarer Bhise ist sie nicht schwieriger nnd niclit gelahrvoller als der Seitenstein- schnitt; — i)ei Kindern aber, bei grossen und eingesackten Steinen ist sie leichler und sichrer, bei sehr grossen Steinen aber und bei mancher Art von Einsackung ist sie es allein, Avelche noch die Möglichkeit eines ■dilcklichen Erfolges in Aussicht stellt. Ich wurde zu dieser Abhandlung zunäc])st veranlasst durch den Wunsch, 3 Operationen, die ich im Sommer J851 mit dem besten Erfolg ausgeübt, so wie mehrere andere, von denen das Publicum noch keine Kunde erlangt hatte, bekannt zu machen. Von diesen letztern habe ich einige selbst mit angesehen, über andere habe ich mündhche oder schriftliche Milthei- lungen erhalten. Um der Arbeit die möglichste Vollständigkeit zu geben, habe ich alle Berichte älterer Chirurgen von an Lebenden ausgeführten Operationen zu- sannnengestellt und auszugsweise raitgetheilt, auf Erörterungen aber und Be- trachtungen solcher Autoren, welche keine eigne Erfahrung zu bieten haben, lun- ausnahmsweise Rücksicht genommen. Eine solche Jagd nach einer bestimmten Operation, deren Ausführung \ergleichsweise doch zu den seltneren gehört, ist mühsam und zeitraubend, und wenn man glaubt die Sache zum Abschluss gebracht zu haben, so hat man doch keine Bürgschaft dafür, dass man alles aufgefunden habe. Ich wage es daher nicht, Anspruch auf Vollständigkeit zu machen, und werde jede Ergänzung des Fehlenden dankbar anerkennen. Durch Benutzung der Universitätsbibliothek, meiner eigenen und der des Herrn Prof. fVunderlich ist es mir in den meisten Fällen gelungen, aus den Quellen selbst zu schöpfen; — wo ich dies nicht konnte, habe ich raeine Gewährsmänner an- gefüiirt. Ihm, so wie Herrn Dr. Thierfelder und ITerin Schmieder, welche mich mit grosser Gefälhgkeit unterstützt haben, meinen Dank. Meinen Dank spreche ich ferner hiemit ölfenllich aus an diejenigen Collegen, welche mir frestattet hal)en, ihre gemachten Beobachtungen mitzulheilen. Von andern, welche um dieselbe Bewilligung ersucht worden sind , habe ich keine Ant- wort erhalten und musste mich also, ohne Angabe der nähern Umstände, auf die mir sonst zugekommenen PSachrichten beschränken. Zum Schiuss werde ich versuchen, die aus den einzelnen Beobachtun- gen sich ergebenden Resultate zusammenzufassen.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22296104_0007.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)