Über das Leberadenom : Bemerkungen über Teilungsvorgänge an den Leberzellen ... / von Julius Frohmann.
- Frohmann, Julius, 1871-
- Date:
- 1894
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Credit: Über das Leberadenom : Bemerkungen über Teilungsvorgänge an den Leberzellen ... / von Julius Frohmann. Source: Wellcome Collection.
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![Status praesens: 31. Dezember 1889. Mittel grosser, kräftig gebauter Patient von etwas anaemischo] Aussehen. Kein Icterus. Oedeme fehlen. Nirgends sind Narben nachzuweisen. Der Ei nährungszustand ist ein schlechter. Gesicht gerötet, trocken. Kein Herpes. Zunge feuchj belegt. Foetor ex ore. Temperatur erhöht. Sensorium frei. Atmung dysproisch, thoraco abdominal. Bei tiefen Atemzügen klagt Patient über Schmerzen im oberen Teile des Ab domens. Thorax gut gebaut, dehnt sich gleichmässig aus. Die Percussion ergiebt sowohl vorn wie hinten einen normalen Stand der untere: Lungengrenzen und durchweg lauten Lungenschall. Bei der Auscultation hört man durch weg vesiculares Atmen, daneben über der ganzen rechten und hinten auch über der linke Lunge zahlreiche, klanglose Rasselgeräusche, ab und zu auch etwas Giemen. Das Sputui ist spärlich, schleimig, zähe, ohne Blutspuren. Die Herzdämpfung ist klein, nirgends absolut; die Herztöne sind iein. Dei Puls ij ziemlich voll, 96. Abdomen weich, nicht aufgetrieben, ohne Ascites. Die Leber überragt handbreit den Rippensaum; ihr Rand ist stumpf, ihre Consister hart. Auf Druck ist sie ziemlich schmerzhaft. Die Milzdämpfung beginnt an der achten Rippe und reicht nach vorn bis zur vordere Axillarlinie. Der Urin ist ziemlich spärlich, dunkel gefärbt, ohne Eiter; spec. Gewicht: 1015. I enthält reichlich Eiweiss: 7°/oo- Der Verlauf der Krankheit gestaltete sich folgendermaassen: 2. Januar 1890. Patient erhält Kal. jodat. Die Temperatur schwankt zwischen. 38 ur 89,5° C. Im Urin nur noch 3 °/00 Eiweiss. Ini Sediment spärliche hyaline Cylinder. I Blute nichts Pathologisches. Der Schlaf ist sehr gestört. Appetit und Allgemeinbefindt sehr schlecht. Im Sputum finden sich spärliche rote Blutkörperchen; makroskopisch sie es nicht sanguinolent aus. 4. Januar 1890. Patient hat immer morgens die grösste Temperatur Steigerung. I Urin 1,5 °/00 Eiweiss. Puls 100, ziemlich voll. Stuhlgang regelmässig. Appetit ziemln schlecht. Allgemeinbefinden befriedigend. 6. Januar 1890. Temperatur morgens 38,8; abends normal. Patient schwitzt staij Puls 108, weich. Im Urin 1,5°/0Ü Eiweiss. 7. Januar 1890. Temperatur morgens 38,0°, abends normal. Puls weich, 84. Im U r 1,5 Die Lebervergrössernug hat etwas abgenommen 8. Januar 1890. Patient ist fieberfrei. Expectoration leichter, Puls voller. Allgemel befinden gut. Appetit immer noch schlecht. Im Urin noch 1 °/oo Eiweiss. 0/ Eiweiss. Patient fühlt sich noch sehr schwach. Der Husten ist noch immer quälen 9. Januar 1890. Kein Fieber; Puls 84. Im Urin 1 °/m Albuinen. Allgemeinbefind /00 +*■*-*■& gut. Appetit auch besser. Husten gering. Patient schwitzt noch sehr stark, deutlich palpabel. 10.. Januar 1890. Die Milz Patient ist fieberfrei. Befinden gut. Ueber den Lungen noch eiw rauhes Atmen; geringe, schleimige Expectoration. Die Leber überragt noch 3 Finger br den Rippensauul. Die Milz ist noch fühlbar. Urin enthält 0,o °/oo Eiweiss und noch spj liehe hyaline Cylinder. Seine Menge beträgt 1300 ccm. 13. Januar 1890. Patient ist dauernd fieberfrei. Im Urin 0,5 ü/oo Eiweiss. Auswi sehr gering. Patient fühlt sich ganz wohl, hat guten Appetit und guten Stuhl. 14. Januar 1890. 16. Januar 1890. Im Urin noch immer etwas Eiweiss. Patient hat 3 Pfund zugenom« Das Allgemeinbefinden ist fortdauernd gut. An den Lungen sij noch leichte catarrhalische Veränderungen nachweisbar. Die Leber überragt 3 Finger bf den Rippensaum. Die Milz ist deutlich palpabel. Im Urin noch geringer Eiweissgehalt.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30590206_0006.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)