Über das Leberadenom : Bemerkungen über Teilungsvorgänge an den Leberzellen ... / von Julius Frohmann.
- Frohmann, Julius, 1871-
- Date:
- 1894
Licence: Public Domain Mark
Credit: Über das Leberadenom : Bemerkungen über Teilungsvorgänge an den Leberzellen ... / von Julius Frohmann. Source: Wellcome Collection.
12/38 (page 8)
![Die Pfortaderäste sind fast durchweg deutlich erweitert und teilweise noch mit roten Blutkörperchen erfüllt; im übrigen bieten sie ebenso wenig, wie die Aeste der A. fupatica nennenswerte Veränderungen dar. Dagegen sind die Capillaren in manchen der mit Eosin behandelten Präpa¬ rate ausgestopft mit einer homogenen, rosaroten, eigentümlich glänzenden Masse (vgl. Fig. 2 b.). Es handelt sich hier wohl um sogenannte hyaline Thromben. Auffallendere Veränderungen finden sich an den grösseren, interlobulären, von cirrhotischem Bindegewebe umgebenen Gallengängen. Ihr Lumen ist meist erweitert und stellenweise mit einzelnen, abgestossenen, cylindrischen Epithelien angefüllt. Lire epitheliale Auskleidung ist vielfach von Leukoester durchsetzt, die entweder isoliert oder zu grösseren Gruppen angeordnet sind Bei einigen ist das Epithel so stark gewuchert, dass es nach dem Lumen zi Balten von verschiedener Grösse und Form gebildet hat, welche dann au queren oder schrägen Durchschnitten als frei im Lumen liegende oder mit den Epithel zusammenhängende, kreisförmige oder ovale Gebilde erscheinen.. Die selben entsprechen genau der Beschreibung und den Abbildungen, die Jd nowski (Beitrag zur pathologischen Anatomie der Lebercirrhose: Ziegler] Beiträge zur pathologischen Anatomie und zur allgemeinen Pathologie. 1892 Bd. XI. S. 344-394. vgl. daselbst Tafel XIV. Fig. 4 d.) gegeben hat. || Ein noch eigentümlicheres Verhalten zeigen die grösseren, mit blossem Augi gerade noch als feinste Pünktchen erkennbaren Gallengänge. Dieselben sind näm lieh mit einer grossen Anzahl verschiedenartig geformter Ausläufer und Sprosser versehen, welche in das umgebende cirrhotische Bindegewebe hineinragen, nun diese Gebilde ihrerseits wiederum seitenständige, kleinere Knospen trage] oder sich endständig gabelig verzweigen, so entsteht ein äusserst zierliches Q| samtbild, wie es in Fig. 1 wiedergegeben ist. Man sieht hier mitten im cu rhotischen Bindegewebe, welches zwei Leberläppchen von einander trennt, eine] grösseren, etwas erweiterten Gallengang; dieser hat nun gleichsam zahlreich Sprossen und Knospen nach den verschiedensten Richtungen hin getrieber Dieselben bestehen aus ziemlich hohen, cylindrisclien Epithelien, welche mi denen des Hauptganges vollständig übereinstimmen und in continuierlichei Zusammenhang stehen. Ihre Grösse und Gestalt wechseln. Meist präsentire sie sich als längliche, verschiedenartig, bald bogenförmig, bald S-förmig gekrümmt Fortsätze, welche hie und da kanalisiert erscheinen. Einen solchen Fortsatz siel man beispielsweise rechts etwas oberhalb der Mitte des Ganges. Derselbe zeicl net sich noch dadurch aus, dass er zwei seitliche, kleinere Sprossen trägt, Di eine ist schräg durchschnitten und zeigt ein deutliches Lumen. Mit dei Mutteraste steht sie nur durch einen schmalen Hals in Verbindung, gleichsai als wäre sie im Begriffe, sich von ihm abzuschnüren. Linkerseits geht von d( Mitte des Hauptganges ein ziemlich breiter Epithelzapfen aus, welcher sic mehrfach gabelig teilt, und dessen Teilstücke mit kolbigen Ausstülpunge endigen. Das ganze Gebilde lässt sich etwa mit einer knorrigen Baumwurz« vergleichen. In der unmittelbaren Umgebung des Hauptganges finden sich ausserdei einige quer oder schräg getroffene kleine Gallengänge, welche völlig den soebe](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30590206_0012.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)