Volume 11
Darstellung und Beschreibung der Arzneigewächse, wie auch solcher Pflanzen, welche mit ihnen verwechselt werden können / von Friedrich Gottlob Hayne.
- Hayne Friedrich Gottlob, 1763-1832.
- Date:
- 1853-1856
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Credit: Darstellung und Beschreibung der Arzneigewächse, wie auch solcher Pflanzen, welche mit ihnen verwechselt werden können / von Friedrich Gottlob Hayne. Source: Wellcome Collection.
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![( 12. ) H Y M E N A E A C A N D 0 L L I A N A DECANDKIA MONOGYNIA. H Y Bi; E N A E A. Der Kelch geröhrt, lederartig: die Rölire urnenförmig, der Rand -S-theilig (die beiden untern Zipfel gewöhnlich verwaclisen), abfallend. Kroncnblältcr 5, ungleich, sitzend: das untere meist kahnförmig. Der Fruchtknoten gestielt, unbärtig. Die Hülse holzig, niclit aufspringend, mehrsamig, mit trocknem, melilig - fasrigem hlul'se erfüllt.* * Mit kahlen Blättchen. Hymenaca Candolliana mit länglichen, ungleichseitigen, ausgerandeten, an der Basis unglei- chen Blättchen. (H. foliolis oblongis inaequilateris emtarginatis hasi inacqualihus.) Hymenaea (Candolliana) foliolis inaequilatero-oblongis, emarginatis, coriaceis, glaberrimis, niti- dis; pcduuciilis tcrminalibus, plurifloris; florihus pedicillatis, ovariis stipilatis, polyspermis; leguininibus — . Ilunih. Bonpl. et Kuntli nov. plant, gen. Fol. FI. p. 254. t. 566. Hymenaea Candolliana foliolis inaequalitcr oblongis emarginatis coriaceis, pcdiincnlis icrmiuali- bus plurifloris, florihus pedicellatis. De Cand. Prodr. P. II. p. 511. Hymenaea retusa. Ilerbar. fFilldcn. n. 7912. .fpccini. Humboldt. Ca n d o 11 e’s c h e r L o c u s t b a u in. Wäclist in Mexico bey Acapulco (Ilinnb., Bonpl.). Blühet im April (Ilunib., Bonpl.). t>. Der Stamm mit dem vielästigen Wipfel eine Höhe Yon aclitzchn Fufs errcicliend. Die Aslchcn stielrund: die einj'ährigcn mit haarbrauner Oberhaut überzogen: die jüngern kahl. Die Blätter wcchselsweisstehend, gestielt, zwcyzählig: die Blättchen kurz gestielt, lederartig, durchleuchtend-getüpfelt, länglich, ungleicliseitig, ausgerandet, zuweilen ganz, ganzrandig, an der Basis ungleich, kahl, gerippt-aderig, auf der obern Fläche fast eben, glänzend, auf der un- tern mit hervortretenden Ripjien, fast matt, blasser. Die Blumen gestielt, vor der völligen Entwicklung ncbenblättrig, (wahrscheinlich durch zwey ge- geuüherstehcnde Nebenldättchcu unterstützt), doldentraubenständig. Die Doldentraubcn gipfelständig, vor der völligen Entwicklung ncbenblättrig. Der Dlu- nicnstiel und die Blumensticlchcn sehr schwach greisgrau-filzig. Die ]\ebenhlättcr und j\ cbenbläiteilen hinfällig. Ich habe die Arien dieser G.Utung tlieils nach dem Namen ihres Entdeckers benannt, theils nach dem Namen derer, welche sie für Hjnienaini verrucosa gehalten haben. Die Exemplai-e, -welche mir zur Unter- suchung und Bestimmung dienten, sind in verschiedenem Entwicklungszustande gesammelt, und ich lernte da- durch die eine Art blofs mit Blumen, eine andere mit Blumen und angehenden Früchten und zwey blofs mit Früchten kennen. ^ Besonders lehrreich war mir hierbey das Exemplar mit Blumen und angehenden Früchten, indem hier der Übergang der Blume zur Frucht deutlich zeigte, dats alle zu einer Gattung gerechnet werden müfsten. Alle diese Arten sind, so -wie die der Gattung Hymenaea, mit Harzbehältern versehen, weshalb denn auch die Blätter, wenn sie nicht zu dick sind, wie es bey dem Trachy lohiurn Martianurn der Fall ist, durchleuchtend-getüpfelt erscheinen. Zn diesen mit Harzbehältern versehenen Gewächsen gehört auch noch ein andres, welches ebenfalls liyme- nacenähnlich ist, und besonders deshalb hier mit in Betracht kommt, weil es, eben so wie jene, ein Harz absondert, welches unter dem Namen Copnl bekannt ist. Es wurde von Martius in Brasilien entdeckt und zwar in den \Väldern von Japura der Provinz Bio Negro, jedoch nur im fruchttragenden Zustande, weshalb dann die Kenntnifs der Gattung in Hinsicht der Blume etwas mangelhaft bleibt. Indessen läfst sich der Frucht nach, die eine cinsamige Hülse ist, deren Same den ganzen innern Baum ausfüllt, nur auf die Gattung T'ouapa scldiefsen, zu der es gerechnet werden kann, und wofür als aufscrwesentliches Merkmal auch noch die zweyzähligen Blätter sprechen. Es gehört aber zu keiner der Arten, welche bis jetzt von dieser Gattung be- kannt sind, und daher unterscheide icli es von diesen, und belege es wegen der buhaenähnlichen Gestalt der Frucht mit dem Namen: Vouapa phaselocarpa foliolis sesssilibus obovato-oblongis emarginato-rotundatis basi inaeejualibus, legu-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21705112_0006_0029.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)