Volume 7
Darstellung und Beschreibung der Arzneigewächse, wie auch solcher Pflanzen, welche mit ihnen verwechselt werden können / von Friedrich Gottlob Hayne.
- Hayne Friedrich Gottlob, 1763-1832.
- Date:
- 1853-1856
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Credit: Darstellung und Beschreibung der Arzneigewächse, wie auch solcher Pflanzen, welche mit ihnen verwechselt werden können / von Friedrich Gottlob Hayne. Source: Wellcome Collection.
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![PEUCEDANUM OFFICINALE. TENTANDRIA DIGYNIA. PEUCEDANUM. Die Hiillen sehr kurz. Die Frucht eyrund, auf beiden Seiten gestreift (oder feir.ge- rippt), mit einem riügel (oder breiten Rande) umgeben. Peiicedanum officinaJa mit fün.Tachzusammengesetzt-dreyzäliligen Blättern ’nnd linien- förmigen, Stachel - spitzigen; Blättchen. (P.j foliis_ quim|uecomposito [-ternatis, fofio- lis linearibus mucronatis). Peucedannm (officinale) loliis nJTinqnies tripnrlllis filiformibus linearibus. Linn. Spec. plant, cd. IVilld. T. J. p. 1405. liojjm. Deutichl. Flor. cd. 2. F. I. S. I. p. 133. Spre/>p, Flaut. Umhell. Prodr. p. 13. Selinuni (Peucedannm). Roth. Flor. ger?n. T. I. p. 1,33. T. II. P. '/. p. 356- Peucedannm germaniemn. C. Rauh. pin. p. 14y. Berg. Francof. p, 187. Ruxh. 258* Peucedanum vulgare. F^olch. Forimb. p. 326. Pencedanum. ./. Banh. hist. 3. Lit. 27. p. 36. Fill. Gies. p. 27. Rupp. Jen. p. 276. Gemeiner Ilaarsli aug, Saulenchel, Sch wefelwurz. Wächst in mehreren Gegenden Deutschlands und in den südlichen Ländern Europens auf fruchtbaren Wiesen. Blühet im Junius und Julius, 2|., Die Wurzel ausdauernd, senkreeijt, spindelartig-walzenförmig, mit mehreren seilenständigen Asten begabt, \ielköpfig, geringelt, höckerig, viele kleine, ästige 'flhrzelfasern hervorlrei- bend, aufserhalb brandschwarz, innerhalb weiislich, einen gelben Milchsalt enthaltend, zwey bis vier Zoll dick, zwey^ bis vier Fufs lang. Der Stengel. Mehrere aus einer Wurzel aufrecht, stielrund, gestreift, markig, unten einfach, oben etwas ästig, drey^ bis vier Fuis hoch. Die Blätter kahl; die wurzelständigen sehr lang gestielt, fünffachzusammengesetzt-dreyzählig, etwas zurückgekrümmt, mit linienförmigen, fast sichelförmigen, plriemföimig-s]ntzigen, dem bewaffneten Auge am Rande, vorzüglich gegen die Sjntze, fein sägenai tige)i Blä/tchen; die stängelstäudigen tvechselsweissteheud, übrigens den W’urzelständigen gleich, auCmr in allen Theilen kleiner; die astachselständigeji und astständigen gewöhnlich gegenüberstchend, oft nur aus dem hautartigen, umfassenden, spitzigen oder an der Spitze dreyspaltigen Blatt- stiele bestehend. Tier gemeinschajtliehe Blattstiel etwas zusammengedi ückr, gestrcilt, ge- gen die Basis erweitert und umfassend. Die Blumen in aslachselständigen und gipfelständigen zusammengese'zten Dolden. Die allgemeine Dolde vielstralilig, ungleich: die besondre vielblumig, ungleich: die R/w- 7nen gleichförmig, die der Scheibe unfiuchlbar. Die allgemeine Iliille wenigblättrig, bleibend, mit ein bis drey^ borstenförmigen Rlätt- chea : die besondere meist sechsbiättrig, mit zurückgekrümmten borstenförmigen Blättchen. Der Kclcb. Eine 1 ünf/.ähnige, bleibende Rlnthendcche, mit sehr kurzen Zähnen. Die Olumenkrone füniblättrig: d\e Kronenblätter gleich, eingebogen - umgekehrt - herzförmig, zugespitzt, blafsgelb, mit eingebogener, gerinnter, ausgerandeter oder dreyzähniger For- spilze. D as linniggefäfs. Ein drüsiger, flacher, z.weylludliger, den Fruclilknoteii bedeckender Gnp'elfnJ's. Die S t au bg e I ä l's e. Staubfäden fünf, lianrförmig, etwas länger als die Blumenkronc. Die Stanbliölbchen rimdliili, zweyfächrig, blafsgelb. Der Stempel. Der Fruchihroten unterständig, längliih, mit dem drüdgen GriiTelful'se bedeckt. Griffel zwey, anfangs aufrecht, nach.her zuiückgescld.igen. Die Farben stumpf.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21705112_0004_0013.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)