Ueber ein Gliosarkom des Grosshirns ... / von Johann Robert Weickert.
- Weickert, Johann Robert, 1840-
- Date:
- [1865?]
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Credit: Ueber ein Gliosarkom des Grosshirns ... / von Johann Robert Weickert. Source: Wellcome Collection.
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![körnigen, granulirten Inhalt 1 — 2 Kerne, welche durch Essigsäure und auch an Carminpräparaten deutlich hervortreten; sie sind in Reihen und Züo-en ano-eordnet; ein alveolärer, an Carcinom erinnernder Bau findet sich nirgends; die Lagerung der Zellen ist meist so dicht, dass man nur wenio’ oder nichts von einer eigentlichen Grundsubstanz sieht; wo die¬ se» ° selbe jedoch an den Rändern deutlicher hervortritt, sieht man, dass die¬ selbe aus äusserst feinen netzförmig und ästig verzweigten Fäserchen |i» besteht; an andern Stellen wieder erscheint die Grundsubstanz rein körnig, .faserlos; gröbere Fasern, wirkliches Bindegewebe findet sich in der Um¬ gebung der Gefässe. Diese sind im Ganzen in diesen Theilen nur spär¬ lich und von geringer Weite; ihre Wandungen sind durch Zunahme desh Bindegewebes wenig verdickt; dicht um sie herum lagern sich die Zellen- b massen. Von Nervenelementen findet sich hier keine Spur mehr. Präparate mehr aus der Mitte der Geschwulst, aus den gelblichen p( s i t und röthlichen Partien, geben ein anderes Bild. Die Bildung von eigent¬ lichen Zellen nimmt immer mehr ab; das Gewebe wird hier entweder eit fester, fasriger, setzt dem Zerschneiden und Zerzupfen einen grösser™ Widerstand entgegen und man findet Gefässe mit colossal verdickten 4 Wandungen, viel geschlängeltes Bindegewebe, geschrumpfte Zellen, mitii einem Worte die Spuren der Atrophie, wozu bei den röthlichen Partien;, dt häufig noch rothbraunes körniges Pigment tritt, oder alle Theile mit 4 Blutfarbstoff imprägnirt erscheinen. Oder das Gewebe erscheint weichcrl,! bröckliger, so dass sich feine Schnitte gar nicht gewinnen lassen; hier* findet man weder entwickelte Zellen, noch entwickeltes Bindegewebe. Unmassen kleiner, rundlicher Kerne von yö00— 1//6oo/// im Durchmesseriff finden sich in ein zartes Netz äusserst feiner in den verschiedenstem]]]) Richtungen sich kreuzender Fäden eingebettet, so dass es manchmal fastp scheint, als habe man „ein feines Fibrinnetz vor sich, in welchem farb-ip lose Blutkörperchen eingeschlossen sind“. An einigen Stellen nehmen % diese Fäden an Zahl zu, die Kerne ab, so dass man nur schwer ausi% dem dichten Filz einzelne Kerne isoliren kann. An andern Stellen wieder ge| nehmen die Fasern ab und die Kerne liegen in einer rein körnigen % Grundsubstanz. Dieselben Elemente finden sich nicht nur im grössten Theile der Geschwulst in der Markmasse der linken Hemisphäre, sondern auch der Balken und die rechte Hemisphäre bestehen grösstentheils, so¬ weit sie die grauröthliche Farbe zeigen, aus ebendenselben Fasern und Kernen. Gefässe verschiedener Grösse durchziehen diese Massen als ein weitmaschiges, lockeres Netz, und lassen sich leicht aus den weichen Massen isoliren. An einigen sah ich, dass die Kerne in den Wandungen durch Theilung und Vermehrung an der Proliferation sich betheiligten; andere hatten rundliche, knollige Auswüchse in den Wandungen, die nicht mit dem umgebenden Gewrebe in Beziehung standen, sondern durch eine bindegewebige Schicht davon getrennt aus einer Kernmasse be¬ standen, von der es oft schwer zu sagen war, ob sie ein solides, zotten- m](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30567129_0012.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)