Nanna, oder, Über das Seelenleben der Pflanzen / von Gustav Theodor Fechner.
- Fechner, Gustav Theodor, 1801-1887.
- Date:
- 1908
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Credit: Nanna, oder, Über das Seelenleben der Pflanzen / von Gustav Theodor Fechner. Source: Wellcome Collection.
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![VII. VUI. IX.] bic 5üfje läuft, in bag geuer nadpuirft. Sit (Litr), bie garbe, ber reiche, frifc^c ©d)ine(j beS griihf ommerg nutf? mit ijinab, wenn 23albur unb SRanna gu 2lfd)e werben. Sa e» nun $wed biefcr ©djrift ift, bie ^flan^en in einer allgemein gottbefeelten Sftatur als eine» inbiuibueüen Zuteil» biefer ©efeelung wieber teilhaftig erfdjeinen ju taffen unb in3= befonbere il)reit SBerfetyr mit bem Sid)tgotte Söalbur ju fdjilbern ober, fiirjer unb einfacher, ihnen eine eigene ©eele beijulegen unb ihren Sßerfehr mit bem S.id)te pfpdjifdj aitsjulegen; — ba auch fanft beutf^e äöejeit fid) jept oerjüitgen, wieber felbft* toüdhftg werben unb beit, ad) nur ^u fdjönen, aittifen 3opf ub= ftreifen toiü, fo fdjieit mir bie alte tuälfdje ipeibiu glora ber jungen beutfdjett ©öttin Manila toohl tueidjeu jit müffen. §at bod) ohnehin fd)on feit langem bie erftre ihren einen jyufi ganj im ©rabe ber Herbarien gehabt, unb halb tuirb iool)l ba§ ganje frembe ÜUtertum fid) in bie ©arge ber ©efd)id)te jur 9tuf)e geben. Sine heitnifdje ©eifterwelt, wolle ©ott and) luieber gött* lid)e Söelt, möge bafiir auS bem heimifdjeu Söoben t)ert>orfteigen unb üftanna mit im Sortritt bie neue ötütejeit bebeuten. SDie üDiöglidjfeit einer triftigen Söfung unferer Stufgabe oorauSgefebt, mag eS hoch uielleid)t manchem fdjeinen, baft fein fo großer fKufwanb baju hätte gemacht werben foflen, als ljier gefdhcheit ift. Sn ber £at muff id) e§ ltod) bahinftellcn, ob bas Sntereffe aubrer mir fo weit wirb ju folgen öermögen, als bie eigne Siebe jur ©adje mid) geführt hat. SnjWifdjen, ba eS hier bie ernftljafte Segrünbitttg einer ?.(itfid)t galt, bie jefet nod) ebeitfowol)l bie gemeine als wiffenfd)aftlid)e Meinung gäitjlicf) gegen fid) l)flt, unb ber ©egenftanb gar mancherlei ©eiten unb ?lngriffspunfte barbietet, hätte ciue ju furje $c= hanblung bem $wede niefjt entfprod)en. SJfati bürfte iiberbies halb finben, baß bie grage, um bie cS fid) hier hanbelt, fein fo oereinjelteS Sntereffe l)at, als eS oielleid)t fiir beit erfteit StnblicE fd)citten möd)te. Cb bie fßflanjen befeclt finb ober ltidit, änbert bie ganje SRaturanfcfjauung, unb eS entfdjeibet fid) mit biefer $rage ntattdjes anbre. 2>er gait(^e .fjorijont ber ÜRatur* bctrad)tung erweitert fid) mit Bejahung berfelbcn, unb felbft ber](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28066431_0017.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)