Ergebnisse der experimentellen Krebsforschung / von E.F. Bashford, J.A. Murray und M. Haaland.
- Bashford, Ernest Francis, 1873-
- Date:
- 1907
Licence: In copyright
Credit: Ergebnisse der experimentellen Krebsforschung / von E.F. Bashford, J.A. Murray und M. Haaland. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by The Royal College of Surgeons of England. The original may be consulted at The Royal College of Surgeons of England.
11/28 (page 9)
![oder mehrere Reihen mit grösseren und kleineren Dosen von demselben Material (0,10, 0,05 und 0,025 g) anlegt, sieht man häufig in den mit kleinen Dosen geimpften Tieren eine weit grössere Prozentzahl der Tumoren angehen und unaufhörlich wachsen als in den mit grösseren Dosen geimpften, in welchen eine grössere Zahl von Tumoren nach einem anfänglichen Wachs- tum zum Stillstand kommen und spontan resorbiert werden. Wir denken uns die Erklärung dieses Phänomens in einer Erhöhung der Resistenz (partielle „Immunisierung“) des Tieres durch die Resorption von Tumormaterial bei den grösseren Dosen. Was nun die Immunität betrifft, so sind sowohl die Tiere, in denen die Tumoren zu spontaner Resorption gelangten, als diejenigen, bei welchen grössere Dosen (0,05—0,10) ohne deut- liche Tumorbildung zu Resorption gekommen sind, gegen spätere Impfungen desselben Tumors^) in hohem Grade geschützt. Da- gegen sind diese Tiere gegen Tumoren ganz verschiedener Histo- genese (z. B. Jensen’s Tumor, Adenocarcinome der Mamma) nicht in demselben Grad geschützt. Umgekehrt ist es möglich, Tiere, die gegen die letztgenannten Tumoren vollkommen immun waren, mit diesem Plattenepithelkrebs erfolgreich zu impfen. Somit ist ein weiterer Beweis für eine gewisse Spezi- fität der Resistenz gegen den einzelnen Tumor erbracht worden, wie wir das früher gezeigt haben (Bashford, Murray und Gramer für verschiedene Mammatumoren [Royal Society, Dec. 10, 1906], Haaland für Jensen’s Carcinom gegen Ehr- lich’s Sarkom [Magazin för lägevidenskaben, Febr. 1907; Ber- liner klin. Wochenschrift]). Ausser dieser spezifischen Schutzwirkung, die, wie er- wähnt, einen sehr hohen Grad erreicht, beobachten wir auch einen geringeren Grad von allgemeiner Schutzwirkung nach Vorbehandlung mit verschiedenen Mäusegeweben, sowohl krebsigen als auch normalen, die der E hrlich’schen Panimmunität ent- spricht. Versuche, durch Injektion verschiedener normaler Gewebe gegen diesen Tumor eine Schutzwirkung zu erhalten, wie dies für andereTumoren zuerst von Bashford, Murray und Gramer durch Injektion von Mäuseblut 2) resp. blutfreien Organen, später dann von Schoene^) durch Mäuseembryonen erreicht ist, haben interessante 1) Brit. Med. Journ., 28. .Juli 1906; Roy. Soc. Proc. 1906/07; siehe auch Biophysikalisches Centraiblatt, August 1907. 2) Brit. Med. Journ., 28. Juli 1906; Roy. Soc. Proc., 1. c. 8) Deutsche med. Wochenschr., 12. Dez. 1906.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22413145_0013.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)