Dem herrn dr. Johann Albert Eytelwein ... seinem verehrten schwiegervater münscht am 23. Julius 1829, dem heiter und rüstig erlebten Jubeltage nach Fünfzigjährigen, dem Staate und den Wissenschaften Geleisteten Vielfachen Diensten, mit gerührtem, Kindlich Dankbarem herzen Glück J.T.C. Ratzeburg ... und Überreicht bei dieser feierlicher Gelegenheit Ehrfurchtsvoll seine. Untersuchungen über Formen und Zahlenverhältnisse der Naturkörper. Nebst einer Kupfertafel / [Julius Theodor Christian Ratzeburg].
- Ratzeburg, Julius Theodor Christian, 1801-1871.
- Date:
- 1829
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Credit: Dem herrn dr. Johann Albert Eytelwein ... seinem verehrten schwiegervater münscht am 23. Julius 1829, dem heiter und rüstig erlebten Jubeltage nach Fünfzigjährigen, dem Staate und den Wissenschaften Geleisteten Vielfachen Diensten, mit gerührtem, Kindlich Dankbarem herzen Glück J.T.C. Ratzeburg ... und Überreicht bei dieser feierlicher Gelegenheit Ehrfurchtsvoll seine. Untersuchungen über Formen und Zahlenverhältnisse der Naturkörper. Nebst einer Kupfertafel / [Julius Theodor Christian Ratzeburg]. Source: Wellcome Collection.
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![schiedenheiten der äufsern, verständlichen, Eigenthümlicbkeiten berücksichtigt, zum Theil auch auf die Vermuthung der Natur dieser Krystalle eingeht. 1) Die gewöhnlichen strahligen Schnee - Sterne, deren Strahlen einen gemeinschaftlichen Mittelpunkt haben. Man betrachtet sie am zweck- mäfsigsten zuerst, da eine ausführliche Schilderung ihrer Mannigfaltigkeit zur Ver- ständlichkeit aller übrigen Varietäten nothwendig ist. Gemeinschaftlich ist ilmen ein deutlich erkennbarer centraler und ein peripherischer Theil. Im Centralpunkt vereinigen sich mehrere (6 oder 12) Strahlen so, dafs immer je 2 einander gegen- überliegende [fortgesetzte Radien oder den Durchmesser eines Kreises darstellende (Axen)] einen einzigen Krystall zu bilden scheinen, also dafs der ganze Stern bei den 6-strahligen aus 3 verwachsenen Krystallen bestellt, welche sich in Winkeln von wahrscheinlich 60° kreuzen; oder dafs in einer 6-seifigen Tafel die drei die Winkel mit dem Centrum verbindenden Axen stehen geblieben sind und die ausfüllende Masse weggeblieben ist, je nachdem man annimmt der Schneestern sey ein Dril- lings-Krystall, oder er gehöre zum rhomboedrisclien System und sey ein sehr flach gewordenes sechsseitiges Prisma. Die einfachste Bildung dieser Art zeigt alle Strah- len gleich lang und ohne Seitenverzweignng 11.) wie Scoresby (Account of llic Arctic Regions Vol'. II. pl. VIII.ßg. 6.) beobachtete. Was die L ä n g e der Strahlen betrifft, so ist mir einigemale ein hexagoner Stern mit ungleichen Strahlen vor- gekommen (Fig. 13.) und er scheint mir um so seltner und erwähnenswcrther, da ich nichts ähnliches erwähnt und abgebildet finde, obgleich es gewifs nicht so sehr selten vorkommt, und nicht unwichtig scheint, da das Alterniren eines langen und eines kurzen Strahls interessante Beziehungen für den Typus der Hexandria bei den Pflanzen erlaubt. Zwar findet sich auch bei Engelmann (Verhandcling over de Sneeuw Figuren Utrecht 1771. 8. pl. XIII ßg. 193.^1 eine Unähnlichkeit der Strahlen untereinander, allein hier ist in der Länge keine Verschiedenheit, son- dern nur in der Verzweigung, denn zwei Axen sind dicht befiedert und an der dritten befinden sich nur einzelne, tropfenähnliche Anhänge. Einen 12-strahligen Stern sähe ich mit abwechselnd längeren und kürzeren Strahlen; da waren aber offenbar zwei Individuen confluirt, ein gröfseres und ein kleineres; es ist nur das Wunderbare, dafs sie so glücklich auf einander pafsten, dafs die Strahlen des einen mit denen des andern regelmäfsig abwechselten. Wenigstens möchte ich nicht wra- gen, diese Erscheinung durch Theilung des 6-strahligen Sterns zu erklären. Wenn Seitenverzweigungen an den Axen waren, so sähe ich sie meistentheils an den bei-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22017409_0023.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)