Untersuchungen über die letzten Endigungen der Nerven / von A. Kölliker.
- Kölliker, Albert, 1817-1905.
- Date:
- 1862
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Credit: Untersuchungen über die letzten Endigungen der Nerven / von A. Kölliker. Source: Wellcome Collection.
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![mit den Kernen der Scheide der dunkelrandigen Nervenröhren überein, so dass es mir überflüssig scheint, über ihre Bedeutung weiter Worte zu verlieren. Lage, Grösse und Gestalt derselben gehen aus meinen Ab- bildungen hinreichend hervor und bemerke ich daher nur noch folgendes. An frischen Präparaten sind diese Kerne sehr zart und blass und schwer zu erkennen, auch kaum oder nur sehr fein körnig. Durch Reagenlien erscheinen sie theils dunkler und körniger, auch etwas geschrumpft oder mit ungleichen Umrissen [Ä] oder mehr gleichartig und blass (II CI). End- ständig, wie Kühne dieselben zum Theil abbildet, sah ich sie nie, doch kamen auch mir Fälle vor, wo die Endfasern jenseits der Kerne nur ganz kurz waren (Fig. 3.). Die sonstigen Beziehungen der Kerne zu den Endfasern anlangend, so fanden sich dieselben entweder im Verlaufe die- ser oder an Theilungssteilen. Meist schienen die Kerne wie seitlich an den Endfasern anzusitzen , doch kann ich nach Allem , was ich über diese Verhältnisse weiss, nicht bezweifeln, dass dieselben in der That in den Endfasern sitzen, so jedoch, dass die Fortsetzung der Hülle dieser um sie herum nicht als etwas Besonderes zu erkennen ist. — Sollte es nölhig sein , noch etwas zur Unterstützung meiner Deutung der hier be- sprochenen Gebilde zu bemerken, so kann ich anführen , dass wie unten gezeigt werden soll, ganz ähnliche Kerne auch an den blassen Endfasern der sensiblen Muskelnerven sich finden, sowie dass solche Kerne in blas- sen, marklosen Endveräslelungen von Nerven überhaupt eine ganz ge- wöhnliche Erscheinung sind (Elektrisches Organ von Torpedo, Haut der Maus, des Frosches, Herz des Frosches, Schleimhäute, Cornea u. s. w.). Ich komme jetzt zu einer Frage, deren Ermittlung viel mehr Schwie- rigkeiten macht, nämlich der, ob dieblassen Endfasern wirklich im In- nern der quergestreiften Muskelfasern liegen, wie Kühne behauptet, oder nicht. So wichtig dieser Punkt für die Physiologie auch ist, so glaube ich doch sagen zu dürfen, dass ich denselben ganz unbefangen geprüft habe und bei der Untersuchung alle Erwägungen fern hielt, welche mich ge- gen dieses Eindringen der Nerven in die Muskelfasern hätten einnehmen können. Ja ich glaubte selbst eine Zeit lang, nach Auffindung der spä- ter zu beschreibenden Nervenknospen , Kühne's Ansicht in der That ver- treten zu können. Allein das hier scheinbar vorhandene Eindringen der Nerven erklärte sich bei genauerer Untersuchung in ganz anderer Weise und ergab sich als ein Trugbild (siehe unten), während auf der anderen Seite die Beweise gegen dieses Eintreten sich immer mehr häuften, bis ich am Ende auch in dieser Frage zu einer derjenigen von Kühne ganz entgegengesetzten Stellung gelangte. Bei Auseinandersetzung der Gründe fürmeine Behauptung, dass die ganze blasse End Verästelung aussen auf den Muskel- fasern, d. h. dem Sarcolemma, ihre Lage hat, beginne ich mit der Bemerkung, dass Kühne's Schilderungen und Abbildungen , nach denen die Nervenscheide in das Sarcolemma der Muskelfasern sich foi tsetzen](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21496304_0011.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)