Parasitologische Untersuchungen bezüglich auf die pflanzlichen Organismen bei Masern, Hungertyphus, Darmtyphus, Blattern, Kuhpocken, Schafpocken, Cholera nostras, etc. / von Ernst Hallier.
- Date:
- 1868
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Credit: Parasitologische Untersuchungen bezüglich auf die pflanzlichen Organismen bei Masern, Hungertyphus, Darmtyphus, Blattern, Kuhpocken, Schafpocken, Cholera nostras, etc. / von Ernst Hallier. Source: Wellcome Collection.
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![zarti), ohne deutliche Membran, mit körnigem Plasma, wenigstens stel- lenweise, erfüllt imd bildet an solchen Stellen grössere oder kleinere An- schwellungen (Taf. II. Fig. 1. pl). Diese Stellen sind es vorzugsweise, an denen zwei oder mehre Aeste des schleimigen Fadens sich oft ver- schmelzen 2) und in streng genommen im Faden zur Ausbildung kommen- den 0^^/^w»^-Ketten (Macrocofiidiefi-Ketten) mit einander seitlich verbin- den. Diese liegen nun (Taf. II. Fig. 1. c) in einem schleimigen; plasma- reichen, unregelmässig gefalteten Sack beisammen. Die Kapselträger entspringen sowohl von abgeworfenen als mit dem Faden verbundenen Macroconidien als auch von den erwähnten plasma- reichen Anschwellungen des Fadens (Taf. II, Fig. l). Die Kapseln sind kugelig (Taf. I. Fig. 48.]; bisweilen sah ich in ihrem Träger Macroconi- dien eingeschlossen (Taf. I. Fig. 48. m). In der reifen Kapsel sieht man nichts von einer Basalzelle [Columella], aber nach dem Auswerfen der sehr kleinen, kugelig-eiförmigen, farblosen Sporen (Taf. I. Fig. 48. sp) tritt die Basalzelle als von dem Stiel durch eine Scheidewand abgetrennte kugelige Blase (Taf. I. Fig. 49) hervor, an welcher oft noch die Sporen hangen (Taf. I. Fig. 49. sp), während die Kapselwand meist vollständig zerstiebt. Einige Male sah ich die zarten Fäden der Macroconidien-'P^dinze von den sehr missgestalteten Sterigmen eines Aspergillus-M?L?,tiixdiS (Taf. I. Fig. 4 7. cutspringen. Der Kapsel träger ist vor der Sporenreife mit Plasma erfüllt (Taf. I. Fig. 48), nach der Entleerung stets leer (Taf I. Fig. 49), woraus folgt, dass auch hier, ähnlich wie bei Rhizopus, die Columella, und zwar hier als wirkliche Basalzelle, erst um die Zeit der Sporenreife zur Ausbildung kommt. Nach der Entleerung zeigt die Wand des Trä- gers deutlich eine gestrichelte Zeichnung (Taf I. Fig. 49). Zweite Cultur. Im Culturapparat wurde auf eine geschälte und durchschnittene (halbirte) Citrone der Inhalt eines Impfröhrchens aus dem ]\Iünchener Impfinstitut am 15. November 1867 übertragen. Nach 4 Tagen hatte sich der Micrococcus auf der Schnittfläche ins Ungeheure vermehrt. An den trockneren Stellen des Substrats hatte er schon kleine Sporoiden (l'af I. Fig. 50) zur Ausbildung gebracht, welche an mehren Stellen in Keimung begriffen waren (Taf I. Fig. 50. k), an anderen Stel- len schon längere Fäden, und zwar wiederum Bastarde zwischen Aspm-- gtllus und Penidllixcm, hervorgebracht hatten. Das Penicillium nahm 1) Vgl. auch Bot. Zeit. 1866. Taf. VII. Fig. 13. 2) Bei Torula rufescens Pres, fand ich auf dem ganz anderen Substrat zwar keine Verschmelzungen der zarten Fäden selbst, wohl aber zahlreiche Fusionen der MacZo- mdren, wie man a. a. 0. Taf. VII. Figg. 12 und 13 wahrnimmt.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21959158_0033.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)