Technologie und Terminologie der Gewerbe und Künste bei Griechen und Römern / von Hugo Blümner.
- Blümner, Hugo, 1844-1919.
- Date:
- 1912
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Credit: Technologie und Terminologie der Gewerbe und Künste bei Griechen und Römern / von Hugo Blümner. Source: Wellcome Collection.
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![galt (zumal der erste Ausfluß)1), und solches aus reifen Früchten, eÄai- ov xoivöv2), oleum cibarium oder ordinariumz). Bei der Bereitung tat man gewöhnlich Salz hinzu, bei manchen Sorten auch Most, Essig, Ho- nig, Fenchel u. a.4). Nähere Nachrichten über die Unterschiede der 01- sorten, die man zur Speisenbereitung, zum Salben des Körpers und zum Brennen nahm5), fehlen; im allgemeinen scheint daher wohl weniger Verschiedenheit der Zubereitung, als die Qualität der Früchte bzw. der verschiedenen daraus gewonnenen Öle maßgebend gewesen zu sein6). Von der Terminologie des Gewerbes ist, soweit sie nicht das rein Technische betrifft und oben mitgeteilt ist, wenig zu sagen. Wie anfangs erwähnt, bildet die Bereitung des Öls einen Teil der Landwirt- schaft; daher ist von einem eigentlichen Gewerbebetriebe keine Rede, und demgemäß fehlt es auch an entsprechenden Bezeichnungen. Aller- dings finden sich als Bezeichnung der Tätigkeit und des damit Be- schäftigten die Ausdrücke iXuioxouog, ZXcaoxonCcc, iXatoxo^nxi], iXavo- %01'ia1) und iXcuovQyaiov für die Ölmühle und Presse8); häufiger aber sind die Ausdrücke für den Ölhändler, eXcuoxcöXrjg9), iXcaoxccTtrjXog10)] 1) Plin. XV 5: ex eadem quippe oliva differunt suci. primum omninm cruda dat atque nondum inchoatae maturitatis; hoc sapore praestantissimum. quin et ex eo prima unda preli laudatissima ac deinde per deminuliones. 2) Diosc. I 30. 3) Colum. XII 52, 21 f. 4) Näheres bei Col. XII 50. Pallad. XI 10; XII 17. 5) Die Ägypter nahmen zum Brennen Rizinusöl, Mixt, Herod. II 94. Strab. XVII 824: xca xb jcüu Kccgitög xig OrteiQOfitvog iv ccQOVQctig, i^ ov %Xcciov ccrto&Xi- ßexai slg [ihv Xvftvov xolg ccitb xfjg %di)Q<xg 6%sd6v xi 7tä6iv, slg älsi^a dh xolg ns- vböxiQOig y.ccl iQyocxixcoTZQOig xai ccvögäoi, %ui yvvcci^L Diosc. IV 161: (to ■nimvov %Xcuov) aßgcoxov psv, alXag 8k XQV6llL0v £t'? Xvyvovg v.a.1 inTtXccaxgovg; vgl. ebd. I 38. Plin. XV 25; XXIH 84. 6) Das zeigt z. B. luven. 5, 86, wo davon die Rede ist, daß der Klient bei Tische seine Speisen mit schlechtem Öl zubereitet erhält: ipse Venafrano piscem perfundit: at hie, qui pallidus adfertur misero tibi caulis, olebit lanternam. Vgl. Hör. sat. I 6, 123: ungor olivo, non quo fraudatis immundus Natta lucemis. Ebd. II 2, 59. 7) Poll. VII 140. Daneben Ausdrücke, die das Sammeln der Oliven be- treffen, iXcuovv, ilai6xr\Q u. a., vgl. ebd. 146 und X 130. 8) Arist. rep. I 11 p. 1259 a, 13. Diog. Laert. I 26. 9) Ps. Demosth. or. XXV 47 p. 784. Poll. VII 198. Corp. Gl. III 307, 52; 493, 20; 518, 10. 10) Liban. decl. IV 139, 22 ß.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21033286_0376.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)