Die Gicht des Chemikers Jacob Berzelius und anderer hervorragender Männer / von Wilhelm Ebstein.
- Ebstein, Wilhelm, 1836-1912.
- Date:
- 1904
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Credit: Die Gicht des Chemikers Jacob Berzelius und anderer hervorragender Männer / von Wilhelm Ebstein. Source: Wellcome Collection.
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![schlägt recht gut an. Ieh habe einen vorzüglichen Appetit bekommen, fange an wieder dick zu werden und komme täglich mehr und mehr zu meinem früheren guten Zustande zurück, der mir so lange gefehlt hat.“ Berzelius bekräftigt diese Angaben in einem weiteren Briefe vom 7. Juli 1887 (1. c. S. 690), in welchem er berichtet: „Ich bin wie gesagt auf dem Lande und befinde mich dort sehr wohl Ich bin dick und rund wie ein Propst und lebe sehr glücklich.“ Dass er sein Embonpoint wieder bekommen hat, hat Ber- zelius offenbar eine sehr grosse Freude gemacht. Es wäre ihm wohl besser gewesen, wenn er die Fettleibigkeit von sich ferngehalten hätte. Anscheinend hat die Besserung verhältnis- mässig lange Zeit angehalten. Jedenfalls ersehen wir aus dem Briefe vom 12. November 1838 (1. c. Bd. II, S. 69)J), dass Berzelius seinen Landaufenthalt lange (ob seit dem Juni 1837?) ausgedehnt hat. Berzelius schreibt: „Erst in den letzten Tagen des Oktobers bin ich wieder in die Stadt gezogen und habe nach der Rückkehr während der regnerischen, halbwarmen Jahreszeit mehrfach Gichtschmerzen gehabt; aber nun bin ich wieder wohl auf, nachdem der Regen auf gehört und klares Wetter angefangen hat.“ Der Leser ersieht bereits aus diesem Briefe, dass die alte Krankheit von Berzelius wohl zeitweise schlummerte, aber nicht geheilt war. Aus dem folgenden, vom 1. Februar 1839 (1. c. S. 87) datierten Briefe ersieht man dies in noch weit er- höhterem Masse. Berzelius berichtet darüber folgendes: „ . . . Ich war damals noch ein schwacher Rekonvaleszent nach einer recht schweren Krankheit. Ich erkrankte am 7. Januar auf einmal so heftig, überdies enthielt sowohl das Wasser des Adolfbergsbrunnen und der Porla- quelle kohlensaures Kali und kohlensaures Manganoxydul. Berzelius schreibt an Wöhler (1. c. Bd. I, S. 453), dass er in dem Wasser der Heilquelle von Porla eine stickhaltige organische Säure bedeutender Menge gefunden habe, welche Eisen unter Wasserstoffgasentwicklung löst, die Kohlensäure aus den Alkalien heraustreibt u. s. wT. Dieselbe Säure fand er auch im Ocker aus eisen- haltigen Mineralwässern. Wenn er mit schwefelgebundenem Wasserstoff zer- setzt wird, bekommt man Schwefelsäure und ein braunes Eisenoxydulsalz bleibt in der Flüssigkeit aufgelöst. Berzelius hält es für möglich, dass der Eisengehalt des Wassers durch diese Säure in Lösung gehalten wird. ]) Die nachfolgenden Mitteilungen entstammen, wofern eine andere Quelle nicht angegeben ist, dem IL Bande des Briefwechsels zwischen Ber- zelius und Wöhler.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24990243_0030.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)