Anatomie des Zentralnervensystems : Sechster Bericht enthaltend die Leistungen und Forschungsergebnisse in den Jahren 1911 und 1912 / von L. Edinger und A. Wallenberg.
- Edinger, Ludwig, 1855-1918.
- Date:
- 1913
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Credit: Anatomie des Zentralnervensystems : Sechster Bericht enthaltend die Leistungen und Forschungsergebnisse in den Jahren 1911 und 1912 / von L. Edinger und A. Wallenberg. Source: Wellcome Collection.
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![migen Zytoplasma vorhanden sind. Sie sind wahrschein- lich identisch mit Heids „Neurosomen. Auch in anderen Teilen der Zentralorgane konnten Mitochondrien nachgewiesen werden. B. hält sie für wirkliche Struk- turelemente der Nervenzelle und nicht für Stoffwechsel- produkte.' 158. Marinesco, G., Le pigment des cellules ner- veuses est un prodiüt d'autolyse. Compt. rend. de la Soc. de Biol. Bd. 72. S. 838. Avril 18. 1912. 2 Fig. Ultramikroskopisclie Untersuchungen des Pigments an den Zellen der Spinalganglien, sympathischen Gang- lien, des Locus niger, des Ammonshorns und der Riesen- pyramidenzellen bei Menschen, Spinalganglien und Zellen des Locus niger bei Hunden ergaben, daß Analogien zwischen der Form und Farbe des Pigments und auto- lytischen Vorgängen innerhalb der Ganglienzelle be- stehen. Er bestätigt damit die Resultate von Fürth. Schmidt und Bauer über die Rolle eines antoly tischen Ferments usw. bei der Entstehung des schwarzen Pig- ments. 159. Bonfiglio, F., Über eisenhaltige Pigmente im Zentralnervensystem. Vortrag, gehalten a. d. psych. Kongreß zu Perugia, 3.—7. Mai 1911. Autorrefer. Zeitschr. f. d. ges. Neur. u. Psych. Referate und Er- gebnisse Bd. 3. H. 8. S. 718. 1911. Verschiedene Gruppen der sog. gelben Pigmente, darunter eine in den adventitiellen Lymphscheiden, aus Anhäufungen rundlicher und scharf lichtbrechender Schollen bestehende, die die Haemosiderin-Reaktion (Berliner Blau) gibt, sind in pathologischen Fällen ver- mehrt. 160. Biondi, Giosue, Sul nucleo delle cellule nervöse cariocrome (Kernzellen) e delle cellule nervöse dette „granuli. 1 Taf. Monit. zool. Ital. Bd. 22. S. 209. 1911. Studien an Sternzellen und Körnerzellen der Klein- hirnrinde ergaben, daß der Kern der Sternzellen eine meist azidophile Membran besitzt, ebenso azidophiles Kerngerüst, kleine Nukleoli mit Vakunlen, argento- philen Körnchen und basophilen Schollen, Kugeln oder Körnchen, letztere auch isoliert im Kerne, endlich wurden auch Cajals „neutrophile Körnchen gefunden, also im ganzen derselbe Befund wie bei somatochromen Zellen. Die Körnerzellen besitzen Basichromatin-Körper von wechselnder Größe und Zahl, kleine Nukleolen mit Körnchen und Ron coronischen Stäbchen. Lach es Ansicht, daß die letzteren durch Imprägnation von Re- tikulum-Fäden mit chromatischer Substanz entstehen, weist B. zurück. 161. Biondi, Giosue, Paranukleolen und hya- hne Schollen des Karyoplasma der Nervenzelle. Mo- natsschr. f. Psych. Bd. 30. H. 3. 1911. Im Karyoplasma der Nervenzellen der Vögel gibt es nicht ein, wie es früher beschrieben wurde, sondern mehrere Gebilde - Paranukleolen (acidophile Nukleolen von Timofeew.) Es sind dies mit den hyalinen Schollen von Cajal vollkommen identische Gebilde. Der sog. acidophile Nukleolus resp. Paranukleolus, der im Karyoplasma der Nervenzelle der Vögel beschrieben wurde, ist nichts anderes als eme hyaline Scholle, die umfangreicher und rundlicher ist als die anderen. Bei Säugetieren sind dieselben Gebilde vorhanden, welche sich allerdings bezüglich der Form imd der Größen- verhältnisse von denjenigen der Vögel unterscheiden. 162. Co Hin, Remy, La contraction nucleaire daus la cellule nerveuse somatochrome chez les mammiferes. 2 Fig. Compt. rend. de l'Assoc. des Anat. 13. Reunion, Paris 1911. S. 39. Im Verfolg seiner Kern-Untersuchungen (s. d. vor. Berichte) kam C. zu folgenden Resultaten: Der dunkle Zustand des Nervenzell-Kerns ist vor allem durch das Auftreten großer Paranukleinmengen (inForm von neutro- philen Körnern und von einfachen diffusen Verdunke- lungen des Kernplasma) charakterisiert. Der helle Kern ist kreisrand oder elhptisch mit großer Exzentrizität, der kontrahierte Kern ist elliptisch mit schwacher Ex- zentrizität. Bei der Kontraktion nimmt die kleine Achse mehr an Länge ab als die große. Die Brennpunkte nähern sich daher den Enden der großen Achse. Die Kontraktion geschieht also senkrecht zur großen Achse des Kerns und der Zelle. Der kontrahierte Kern ist mindestens 2mal, zuweilen 10—12mal so klein als der helle. Wie sich die Kontraktion des Kems zu der des Zellleibs verhält, ist unsicher. Desgleichen läßt sich über die funktionelle Bedeutung der Kontraktion nichts Sicheres angeben, abgesehen von ihrem sekre- torischen Charakter. 163. Cerletti, Ugo, Zur Pathologie der Gang- lienzellkerne. 1 Taf. Fol. Neurobiol. Bd. 5. H. 8. S. 861. 1911. Pathologische Faltenbildung in der Kernmem- bran bei gleichzeitiger Kernschrumpfung. Die Falten- bildung wird scheinbar durch exzentrische Lage des Kerns begünstigt. 164. L e g e n d r e, R., Bätonnets intranucleaires des cellules nerveuses. 2 Fig. Bibl. anat. Bd. 22. H. 4. S. 234. 1912. L. sah die intranukleären Stäbchen nie bei normalen Hunden, dagegen wiederholt in den Pyramidenzellen frontaler Großhirnrindenteile bei solchen Tieren, die kurz vor der Tötung mit Injektionen von Liquor cere- brospinaUs schlaflos gemachter Hunde behandelt waren. L. beschreibt ihre Form, ihr Verhalten gegen Farb- stoffe und ihre Lage näher. Über die Bedeutung läßt sich nichts Bestimmtes aussagen. /) Einzelne Zellenarten; Nervensystem der Evertebraten. 165. Marinesco, G., et T. Mironesco, Mor- phologie et evolution des cellules de Cajal. Journ. de Neur. Ref. in Rivista di Fatol, nerv, e ment. 1911. S. 485. Beschreibung der C aj alschen Zellen in dem Stra- tum zonale der Großhirnrinde sowie der 5 Stadien ihrer Entwickelung. 166. Dober, Gerhard, Beiträge zur Kenntnis des Nervensystems der Salpen. Zeitschr. f. wissensch. Zool. Bd. 101. S, 387. 1912. Die Gestalt des Nervenknotens der Salpen wechselt zwischen einer ovalen und kugelförmigen Form. Auch die Lage ist inkonstant. Die Größe des Hirns entspricht ungefähr der Größe des Tieres, doch haben sohtäre In- dividuen meist größere als Stocktiere. Die rechte und linke Hirnseite sind bezüghch ihrer Nervenzahl nicht symmetrisch. Die Nerven sind kernlos und faseiig auf- gebaut. Ihre Zahl ist von der innervierten Muskelmasse nicht abhängig. Herantretende Nerven ließen sich fest- stellen, besonders am Leuchtorgan, dann an der Mus- kulatur der Ingestions-, der Egestionsöffnung und des Körpers, am Endostyl und dem Riechorgan. Anasto- mosen zwischen Nerven kommen bisweilen vor. D. unterscheidet nach der Art der Innervierung unter den Salpen 6 Gruppen. 167. Blochmann, F., Die sogenannten freien Nervenendigungen bei Cestodeu. Zool. Anz. Bd. 38. S. 87. 1911. B. weist noch einmal auf den von ihm selbst 1895 behaupteten aber 1896 richtiggestellten Irrtum hin, daß sich bei Cestoden freie Nervenendigungen (Endbäumchen) befänden. Es handelt sich um Parenchymzellen. 168. Smallwood, W. W., and C. G. Rogers, Some observations on the cytology of invertebrate nerve cells (abstract). Proc. 7. Internat. Zool. Congr. Boston 1907. S. 360. 1912. [Dem Ref. nicht zugänglich.] 169. Szüts, Andreas von. Über die Ganglien- zellen der Lumbriciden. Mit 4 Abbildungen. Anat. Anz. Bd. 42. S. 262. 1912. Silberimprägnation nach vorheriger Fixierung in Caj als Ammoniak-Formol und Boules Flüssigkeiten](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21296546_0024.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)