Anatomie des Zentralnervensystems : Sechster Bericht enthaltend die Leistungen und Forschungsergebnisse in den Jahren 1911 und 1912 / von L. Edinger und A. Wallenberg.
- Edinger, Ludwig, 1855-1918.
- Date:
- 1913
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Credit: Anatomie des Zentralnervensystems : Sechster Bericht enthaltend die Leistungen und Forschungsergebnisse in den Jahren 1911 und 1912 / von L. Edinger und A. Wallenberg. Source: Wellcome Collection.
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![124. Rossi, Eegeneration chez les animaux hiber- Dants (moelle epiniere). Arch. ital. de Biol. Bd. 54. S. 30. 1911. Auch -während des Winterschlafes kann das Nerven- system, wenn auch nur langsam, sich regenerieren. Die Verlangsamung der Prozesse ist bei poikilothermen Tieren am größten. (V. Franz.) 125. Rossi, 0., Regenerative Vorgänge im Nervus opticus. 24 Fig. Journ. f. Psych, u. Neur. Bd. 19. S. 160. 1912. 126. D' A b u n d 0, G., Di nuovo sul potere rigenera- tivo del prolungamento midollare dei gangli interverte- brati nei primi tempi della vita extra-uterina. 16 Fig. Riv. ital. di Neuropat., Psvch. ed Elettroter. Bd. 2. S. 289. 1909. Nur in der ersten Zeit nach der Gebui-t sind die Hinterwurzeln nach Exstirpation von Lumbaimarkstücken (bei Katzen) regenerationsfähig. 127. D'Abundo, G., ülteriori osservazioni sulla regenerazione dell tratto midollare dei gangli interverte- brati. Riv. ital. di Neuropat., Psych, ed Elettroter. Bd. 4. H. 7. Catania 1911. D' A b u n d 0 hat schon früher Untersuchungen über die Regeneration angestellt, welche ihn zu einem Gegner des Neurotropismus machten. Er kommt jetzt auf dieses Thema zurück. Wenn man bei neugeborenen Katzen 5—6 cm Rückenmark wegnimmt und nachher die Gewebe mit der Cajal-Methode untersucht, findet man, wie zu erwarten, zahlreiche regenerierte Fasern, die aus den Spinalganglien stammen. Daraus schUeßt er, daß das Potential der Regeneration wesentlich in der Nervenzelle sitzt. Der Verlauf der Lymphwege des Wirbelraumes und die histologisch anatomischen Pro- zesse, welche durch die Blutkoagulation bedingi werden, bestimmen weiter die AVege. Die Achsenzylinder folgen dem Wege des geringsten Widerstandes, ausgetrieben aus dem ZelJkörper. Vf. weist auch auf Untersuchungen, die er angestellt hat, die zeigen, daß das Gift sich mit der größten Geschwindigkeit nach ganz bestimmten Teilen des Gehirns begibt, offenbar auch hier von Lymphwegen geleitet. 128. Tello, F., La influencia del neurotropismo en la regeneracion de los centros nerviosos. 8 Fig. Trabajos del laborator. de investigaciones biologicas de la Universidad de Madrid Bd. 9. H. 1—3. S. 1 u. 123. Juho 1911. 128a. Michailow, Sergius, Die Regeneration des Neurons. Nervenzellen, Wachstumskugeln oder Nervenendapparate? 3 Doppeltaf. 31 Fig. Journ. f. Psych, u. Neur. Bd. 18. S. 247. 1911. Beschreibung keulenförmiger Endapparate an den Läsionsstellen von Nervenfasern, ganz ähnlich den mit sympathischen Zellen und dem übrigen sympathischen Nervensystem im Zusammenhang stehenden. M. hält diese Keulen für trophische perzipierende Apparate, die von der Ursprungszelle „als Kundschafter zunächst zur eigenen Orientierung über die ihr zugefügte Be- schädigung gebildet werden. Das Ziel jeder Regenera- tion ist für die von der Läsion betroffene Zelle lediglich die Bildung neuer Endapparate und nicht die Wieder- herstellung der früheren Verbindungen. 129. Michailow, Sergius, Zur Frage der Re- generation des Neurons und die Bedeutung der End- keulen der nervösen Endapparate. Charkowsches med. Journ. Bd. 14. H. 1. 1912. [Dem Ref. nicht zugänglich.] Ref. Zeitschr. f. d. ges. Neur. u. Psych. Referate u. Ergebnisse Bd. 6. S. 873. 1913. 130. Cajal, S. Ramony, Los fenomenos pre- coces de la degeneracion neuronal en el cerebelo. 18 Fig. Trabaj. del labor. de invest. biolog. de la Univers, de Madrid Bd. 9. H. 1—3. S. 1. Julio 1911. 131. Cajal, S. Ramon y, Los fenomenos pre- coces de la degeneracion traumatica de los cilindros-ejes del cerebro. 20 Fig. Trabaj. del labor. de invest. biolüg. de la Univers, de Madrid Bd. 9. H. 1—3. S. 39. Julio 1911. 132. Doinikow, Zur Histopathologie der Neuritis mit besonderer Berücksichtigung der Regenerations- vorgänge. Deutsche Zeitschr. f. Nervenheilk. Bd. 46. 1912. 133. Cajal, S. Ramon y, Fibras nerviosas con- servadas y fibras nerviosas degeneradas. Trabaj. del labor. de invest. de la Univers, de Madrid Bd. 9. H. 4. S. 181. 1911. In Achsenzylindern von durchtrennten Nerven, welche besonders stark tranmatisiert (gequetscht oder vollständig abgetrennt) und im Blutgerinn- sel eingeschlossen sind, fehlen die früher von Cajal u. a. beschriebenen Phänomene, wie Sprossenbildung mit Endkugeln, Auffaserung der Neurofibrillen usw., die als Zeichen des Überlebens des nervösen Plasmas zu betrachten sind. Solche reaktionslose Fasern werden von C. als konser- vierte Fasern bezeichnet. Diese durch das Trauma plötzlich abgestorbenen Fasern färben sich intensiv mit der Silbermethode und behalten eine Zeit lang ihr normales Aussehen. Diese Erscheinungen Averden von C. dadurch erklärt, daß diese Fasern durch Substanzen aus dem Exsudat der Wunde durchtränkt werden. Ein plötzlicher Tod der Faser scheint eine Vorbedingung für die Bildung dieser „konservierten Fasern zu sein. Solche Fasern können Anlaß zur Verwechslung mit er- halten gebliebenen lebenden oder gar mit regene- rierten Fasern geben. 135. Walter, F. K., Welche Bedeutung hat das Nervensystem für die Regeneration der Ti itonextremi- täten? Arch. f. Entwicklungsmech. Bd. 33. 1911. Seine Experimente führen den Vf. zu der Schluß- folgerung, „daß Regeneration der Extremitäten ohne das Nervensystem nicht eintritt und daß wahrscheinlich die sensiblen Elemente derselben allein dafür verantwort- hch zu machen sind. Dieser Einfluß des Nerven- systems besteht darin „daß die Spinalganglien — wie- weit dasselbe für die vorderen Wurzeln gilt, muß vor- läufig dahingestellt bleiben — die Zellen nur zum Wachstum anregen, daß aber die Formgestaltang in den Zellen des regenerierenden Organs selbst liegt und somit zwei verschiedene und aus verschiedenen Quellen stammende Reize für die Regeneration notwendig sind. (Paul Roth ig, Charlottenburg.) 130. Goldfarb, A. J., The central nervous System in its relation to the phenomenon of regeneration. Arch. f. Entwicklungsmech. d. Organ. Bd. 32. Nr. 4. S. 617. 1911. Leichte und vollständige Regeneration kann ver- schiedenfach verhindert werden. Eine Entfernung des Nervenstranges am amputierten Ende hat keinen Einfluß. Eine absolute Verhinderung ist auch weder durch Ab- schneiden oder Beseitigen von Neuronen, noch durch Zerstörung innervierender Nervenzellen erreichbar. Sti'ukturelle Mißbildungen sind kein Anzeichen für eine Nervenschädigung oder verminderten Nervenreiz. Also ist eine Regeneration unbhängig von einem vom Zentralnervensystem ausgeübten oder vermittelten Reize. 137. Agosti, F., I fenomeni di reazione delle cellule nervöse nei gangli spinali trapiantati. Con 9 fig. Anat. Anz. Bd. 39. Ö. 424. 473. 1911. Überpflanzungen von Spinalganglienzellen bei Kanin- chen verschieden lange Zeit nach der Exstirpation (1—30 Tage) ergaben im wesentlichen Bestätigungen der Untersuchungen von Nageotte und Marinesco: Über- lebende Zellen fanden sich hauptsächlich in der Peri-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21296546_0021.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)