Beobachtungen über die zur Accommodation des Auges und die zur accommodativen Krümmungveränderung der vorderen Linsenfläche erforderlichen Zeiten / von Angelucci und Aubert.
- Arnaldo Angelucci
- Date:
- [1880]
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Credit: Beobachtungen über die zur Accommodation des Auges und die zur accommodativen Krümmungveränderung der vorderen Linsenfläche erforderlichen Zeiten / von Angelucci und Aubert. Source: Wellcome Collection.
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![darbietet. (3) Keiner der drei von der subjectiven Accommodation geltenden Sätze lässt sich von der Wanderung des Linsenbildchens aussagen: der Werth von S bleibt ziemlich constant — nur bei grosser Nähe des Nahezeichens (11cm) ist die Zeitdauer für die Wanderung des Bildchens im Mittel etwas grösser gefunden wor- den, als bei etwas geringerer Nähe (20 cm.). Es entsteht gegenüber den geringen Variationen von S unter verschiedenen Bedingungen zunächst der Verdacht, dass wegen der sehr kurzen absoluten Dauer der Wanderung des Linsenbildchens die Zeitmarkirung nur ungenau habe ausgeführt werden können. Dass dieser Umstand störend eingewirkt haben könne, wollen wir nicht in Abrede stellen, aber andererseits müssen wir doch sagen, dass er eine wesentliche Verschiebung unserer Beobachtungen nicht bedingt haben kann. Denn 1. ist die absolut kurze Zeit- dauer der Wanderung des vorderen Linsenbildchens so auffallend und frappant, dass ein Irrthum darüber als ausgeschlossen ange- sehen werden muss. 2. sind die Werthe für die Wanderungszeiten bei Nahe- und Fernaccommodation im Mittel einander ziemlich gleich — sie differiren für die einzelnen Beobachtungen allerdings nicht unerheblich, aber in entgegengesetztem Sinne. Dass diese Variationen von kleinen Störungen, Aufmerksamkeit u. s. w. be- dingt seien, ist sehr wahrscheinlich; dass aber die Markirungen doch genau genug sind, um, wenn sie durch die Dauer des objec- tiven Vorganges bedingt sind, dieser Ausdruck zn geben, ergiebt sich aus Beobachtungen, welche wir über die Wanderungszeit des Linsenbildchens bei einer solchen Einstellung des Tubus am Pha- koeidoskop erhielten, dass der Pupillarrand scharf, das Linsen-1 bildchen aber nur bei der Accommodation für die Nähe scharfI begrenzt erschien. In diesen Beobachtungsreihen schien es näm-j lieh direct, als ob die Geschwindigkeit der Wanderung bei Nahe-1 accommodation geringer wäre, als bei Ferneaccommodation undi demgemäss waren auch die Resultate der Markirungen: in Versuch 8] Tabelle I beträgt die Zeit für die Wanderung bei Naheaccommo-I dation im Mittel 0,54 See. — bei Ferneaccommodation 0,36 Sec. J Wirklich vorhandene Differenzen werden also trotz der kurzen;^ absoluten Zeit der Wanderung doch sehr wohl markirt. Es entsteht nun die Frage, woher rührt diese grosse Differenz! der Zeitdauer der subjectiven Accommodation gegen die Zeitdauer^](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21648074_0014.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)