Entwickelungslehre, Geburtshülfe und Gynäkologie in den Hippokratischen Schriften : eine kritische Studie / von H. Fasbender.
- Fasbender, Heinrich, 1843-1914.
- Date:
- 1897
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Credit: Entwickelungslehre, Geburtshülfe und Gynäkologie in den Hippokratischen Schriften : eine kritische Studie / von H. Fasbender. Source: Wellcome Collection.
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![— TjV Ss aTTDpo? -q, Tj v-cfl {jXrf/jjOQ s'/ji —, so ist trockene Hitze vor- zuziehen — ajj.£tvov iTjfdj TiurA'q ^). Die vorstehenden Angaben über Ausflüsse aus den weiblichen Genitalien sind in der Schrift de mul. morb. II, K. II, 761—784, E. II, 694—712 zusammengestellt. Ausserdem finden sich thera- peutische Bemerkungen in grösserer Zahl über den rothen Fluss sowie über den Fluss aus der Gebärmutter (octüö twv oatspscov) im Allgemeinen in derselben Schrift, K, II, 855 sqq. Als Ursachen sahen wir also theils locale Zustände — Ent- zündung des Uterus-), Zersetzung von Eitheilen — theils allge- meine — gallige Beschaffenheit des Blutes oder pathologische Zu- stände entfernter Organe, wie Ueberfüllung des Kopfes mit Schleim oder mit Galle. Die verschiedenen, getrennten pooi gehen in ihren Symptomen doch wieder mehrfach ineinander über. Wir haben keine bestimmten Krankheitsbilder und, was schon zur Dar- stellung des p6oQ XeDywdg bemerkt wurde, gilt auch für die anderen Arten: die Symptome haben vielfach zu den Flüssen gar keine ätiologische Beziehung, obgleich sie den letzteren in diesem Sinne durch die Form der Darstellung untergeordnet sind. Die nicht-puerperalen Erkrankungen der Brüste). Es mag zunächst daran erinnert werden, dass eine Beeinflussung anderer Organe durch Uteruserkrankungen den Hippokratikern be- kannt war. Auch ist nebenbei die Stelle in der Schrift de morb. vulgär. II, K. III, 431 hier anzuziehen, wo es heisst, dass ein lange bestehender Husten aufhöre, wenn sich Anschwellung eines Hodens einstelle — ein ähnlicher Connex, xoivtovr/], also zwischen Geschlechts- theilen und entfernten Organen *). Schon früher — s. S. 183, An- ^) Es ist das einzige Mal, dass icli diesen Ausdruck in den Hippokra- tischen Schriften finde; jedenfalls kommt er sehr selten vor. Hier also strah- lende Wärme im Gegensatze zu den sonst verwendeten Dämpfen, entsprechend der schon früher erwähnten, von Galen — s. Foesius, Oecon. Hippocr.— gegebenen Definition, nach der K'jptY] bedeutet: omnem externum calorem nos invadentem, sive ab igne, sive a balneo contingat. -) Selbst hier kann nach der ganzen Hippokratisehen Auffassung von den Köi'perflüssigkeiten das, was ausfliesst, nicht etwa als ein Product des erkrankten Organs gedacht sein. ■') lieber die puerperalen s. S. 202 sq. ■*) Hier „'lovq'^, eine Bezeichnung, die ja auch, wie wir früher — S. 72, Anm. 2 und S. 73 — sahen, auf die Gebärmutter Anwendung findet. — Am](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21051525_0313.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)