Vorlesungen er Geburtshilfe, mit Anmerkungen und Erklungen von Thomas Castle / Deutsch bearbeitet von Ludwig Calmann.
- James Blundell
- Date:
- 1836-38
Licence: Public Domain Mark
Credit: Vorlesungen er Geburtshilfe, mit Anmerkungen und Erklungen von Thomas Castle / Deutsch bearbeitet von Ludwig Calmann. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Francis A. Countway Library of Medicine, through the Medical Heritage Library. The original may be consulted at the Francis A. Countway Library of Medicine, Harvard Medical School.
505/516 page 487
No text description is available for this image
No text description is available for this image
No text description is available for this image![kannt ist, müssen wir von den andern^ eben aufgezählten Arz- neimitteln diesen Ersatz erwarten. Es gibt einige Frauen, welche in Folge ihres Fehlgebä- rens in den frühern oder spätem Monaten furchtbar leiden; häu- figer aber noch in den fjühern Monaten, wo sie immer wieder schwanger werden, und yielleiclit nicht weniger als neun oder zehnmal im Yerlaufe von zwei oder drei Jahren abortiren, und jedesmal grosse Quantitäten Blut verlieren. Natürlich wer- den sie dnrch diese wiederholten Bhitflüsse bedeutend ge- schwäclit. In solchen Fällen nun/ würde ich ernstlich die Entlialtsfunkeit aller fernem Communication, wenigstens eine Zeitlang, empfehlen, sodass sich die Genitalien wieder erholen können. Ausser der Enthaltsamkeit des eheligen . Umganges gibt es aucli Verliüfungsmittel der Schwängerung; sie aber öf- fentlich bekannt zu machen, würde mehr Schaden als Nutzen anrichteuo Wassrige Ergiessiingen.' Nicht oft kommen bei starken Gebämiutterbhüilüssen wäss- rige Ergiessuiigen vor, dodi erscheint dann und wannbei schlech- ten Constitutionen, wo sich zuerst eine Tendenz zur Entzündung zeigt, die wassersüchtige Diathese. Wenn die Beine oder der Unterleib der Sitz der Wasseransammlung' sind, so ist weniger Gefahr zugegen; die Patientin kann indessen ])ald durch Er- giessungen in die Brust und den Kopf unterliegen. Melir als einmal sali ich Frauen, welcJie die ersten Blutverluste überlebt hatten, auf diese Weise zu Grunde gehen, und eine der bitter- sten Teuschungen, welche ich jemals innerhalb oder ausserhalb meiner Praxis erfahren habe, war ein Fall dieser Art. Eine äusserst interessante junge Dame, liebenswürdig, gebildet, rei-, zcnd — die Bewunderung ihrer Bekannten, der Abgott ihrer häuslichen Umgebung — erlag, nach eiiier vollkommnen Er- holung durch die Transfusion, einer Ergiessung in die Brust und das Pericardium. Ich hatte die Danksagung der Freunde empfangen (die mir angenehmer war als jede andere Beloli- nung); zwei reizende Kinder versuchten ebenfalls in lispelnder und unvollkoramner Artikulation der Kindheit ihren Dank her- zustammeln, als zwei oder drei Tage darauf Hvdrothorox all-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21042640_0505.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)